Masern-Ausbruch auf Teneriffa: Vier Fälle nach UK-Reise bestätigt – Gesundheit (Virus)

Masern-Ausbruch auf Teneriffa: Vier Fälle nach UK-Reise bestätigt

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

24 Juni, 2026

Auf Teneriffa hat das kanarische Gesundheitsamt einen Masern-Ausbruch mit vier bestätigten Fällen gemeldet. Ausgangspunkt war ein Kind aus Großbritannien, das sich während eines Urlaubs auf der Insel mit Masern infizierte und nach der Rückkehr in seine Heimat positiv getestet wurde. Die Behörden verfolgen seitdem alle Kontakte der Betroffenen und haben umfangreiche Überwachungsmaßnahmen eingeleitet.

Einer der Erkrankten musste aufgrund von Komplikationen im Krankenhaus behandelt werden. Die drei weiteren Fälle stehen in direktem Zusammenhang mit dem ersten Infizierten. Alle vier Personen waren nicht gegen Masern geimpft. Dies hängt damit zusammen, dass die Impfung für Menschen zwischen 45 und 55 Jahren nicht empfohlen wird. Die kanarischen Gesundheitsbehörden rufen deshalb erneut zur Impfung auf, um weitere Ausbreitungen zu verhindern.

Masern gelten als hochansteckende Krankheit, die sich leicht über Tröpfcheninfektion verbreitet. Erste Symptome sind Fieber, Husten und eine verstopfte Nase, gefolgt von einem charakteristischen Hautausschlag, der im Gesicht beginnt und sich über den ganzen Körper ausbreitet. Obwohl viele Fälle mild verlaufen, können schwere Komplikationen wie Lungenentzündung, Mittelohrentzündung oder sogar Gehirnentzündungen auftreten, besonders bei Kindern.

Die kanarische Impfempfehlung sieht vor, dass Kinder im Alter von 12 Monaten die erste Masernimpfung erhalten und die zweite Dosis mit drei Jahren. Aktuell sind rund 95 Prozent der Bevölkerung auf den Kanaren korrekt im ersten Lebensjahr geimpft. Dennoch mahnen die Gesundheitsbehörden, dass insbesondere Jugendliche, junge Erwachsene und alle Personen, die nach 1978 geboren wurden und entweder keine Masern durchgemacht haben oder keine Impfnachweise besitzen, eine Impfung nachholen sollten.

Die Behörden betonen, dass Infizierte das Virus schon vier Tage vor Auftreten des Ausschlags und bis zu vier Tage danach übertragen können. Deshalb ist es wichtig, Kontakt zu ungeimpften Personen zu vermeiden. Familien werden aufgefordert, den Impfstatus ihrer Kinder zu überprüfen und sicherzustellen, dass die zweite Impfung mit drei Jahren erfolgt ist. Diese Maßnahmen sollen den Schutz der Gemeinschaft stärken und erneute Ausbrüche verhindern.

Für Urlauber auf den Kanaren bedeutet der Ausbruch vor allem, auf den eigenen Impfstatus zu achten, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Auch Auswanderer sollten ihre Impfunterlagen prüfen und gegebenenfalls eine Impfung nachholen. Die Gesundheitsbehörden arbeiten eng mit internationalen Stellen zusammen, um die Überwachung und Eindämmung der Krankheit sicherzustellen.

Insgesamt zeigt der aktuelle Ausbruch auf Teneriffa, wie schnell sich Masern durch internationale Reisen verbreiten können. Die konsequente Impfung bleibt das effektivste Mittel, um die Ausbreitung einzudämmen und die Bevölkerung zu schützen. Die kanarischen Behörden setzen daher auf Aufklärung und die Einhaltung der Impfempfehlungen, um die Gesundheit der Inselbewohner und Besucher zu gewährleisten.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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