Modernisierung der Talsperre La Encantadora in Vallehermoso beschlossen – Politik (Regierungsgebäude)

Modernisierung der Talsperre La Encantadora in Vallehermoso beschlossen

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

7. Oktober 2026

Der Regierungsrat der Kanaren hat den Weg für die Modernisierung der Talsperre La Encantadora in Vallehermoso auf La Gomera freigemacht. Für die Arbeiten stehen 850.000 Euro aus dem Haushalt der Autonomen Gemeinschaft für 2026 bereit. Verbessert werden sollen vor allem die Sicherheit der Anlage sowie die Messung, Kontrolle und Verteilung des für die Landwirtschaft bestimmten Wassers.

Das Wichtigste in Kürze

  • 850.000 Euro stehen für die Modernisierung von La Encantadora bereit.
  • Erneuert werden unter anderem Ventile, elektrische Anlagen sowie Mess- und Überwachungstechnik.
  • Die Entwässerungs- und Entleerungssysteme sollen an die geltenden Sicherheitsanforderungen angepasst werden.
  • Die Talsperre kann rund 750 Millionen Liter Wasser speichern.
  • Von La Encantadora aus werden unter anderem landwirtschaftliche Flächen bei Chapines, im Ortsgebiet von Vallehermoso und im Barranco de los Rosales bewässert.
  • Einen konkreten Termin für den Beginn der Bauarbeiten hat die kanarische Regierung bislang nicht genannt.

Eine der wichtigsten Wasserreserven von Vallehermoso

Bei La Encantadora handelt es sich nicht nur um eine kleinere lokale Wasseranlage. Der Stausee kann rund 750 Millionen Liter Wasser aufnehmen und gehört damit zu den großen Speichern auf La Gomera.

Die Talsperre sammelt insbesondere Niederschlags- und Abflusswasser, das anschließend für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen genutzt werden kann. Gerade auf einer Insel mit stark schwankenden Niederschlägen ist diese Speicherung für die Landwirtschaft von besonderer Bedeutung.

Das Bewässerungsnetz von La Encantadora versorgt nach Angaben aus dem hydrologischen Plan unter anderem die Gebiete Chapines, den Ortsbereich von Vallehermoso und den Barranco de los Rosales.

Was wird für 850.000 Euro erneuert?

Die geplanten Arbeiten betreffen vor allem die technische Infrastruktur der Talsperre. Bestehende Ventile sollen ersetzt und die Systeme zur Entwässerung und Entleerung an die aktuellen Vorschriften angepasst werden.

Darüber hinaus sollen die elektrischen Anlagen und die sogenannte Auskultation der Talsperre modernisiert werden. Dabei handelt es sich um technische Einrichtungen zur Überwachung des Zustands und des Verhaltens des Bauwerks.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Messung der Wassermengen. Die Systeme sollen künftig die Zu- und Abflüsse besser erfassen und kontrollieren können. Dadurch lässt sich genauer nachvollziehen, wie viel Wasser vorhanden ist und welche Mengen in die Bewässerungsnetze abgegeben werden.

Was haben die Landwirte davon?

Für die Landwirtschaft liegt der Nutzen deshalb weniger in einer Vergrößerung des Stausees als in einer zuverlässigeren und effizienteren Nutzung des vorhandenen Wassers.

Eine genauere Messung der Zu- und Abflüsse erleichtert die Steuerung der verfügbaren Reserven. Modernisierte Ventile und Entleerungssysteme sollen zugleich die Betriebssicherheit erhöhen.

Das ist auf La Gomera besonders relevant: Viele der dortigen Talsperren sind etwa 50 Jahre alt. Nach Angaben der kanarischen Regierung fehlen bei älteren Anlagen teilweise grundlegende Einrichtungen zur Messung der Wassermengen. Genau diese Technik ist jedoch erforderlich, um vorhandene Wasserreserven möglichst effizient für die Bewässerung einzusetzen.

Für die angeschlossenen landwirtschaftlichen Gebiete bedeutet die Modernisierung daher vor allem eine bessere Kontrolle und planbarere Bewirtschaftung der vorhandenen Wasserreserven. Zusätzliche 750 Millionen Liter Wasser entstehen durch die Arbeiten allerdings nicht – verbessert wird die Nutzung der bestehenden Speicherkapazität.

Wann beginnen die Arbeiten?

Ein konkretes Datum für den Baustart wurde bislang nicht veröffentlicht.

Der Regierungsrat erklärte die Maßnahme am 5. Oktober 2026 zum Vorhaben von Interesse für die Autonome Gemeinschaft. Nach Angaben der Regierung ist diese Erklärung ein notwendiger Schritt, bevor die Arbeiten ausgeführt werden können.

Die dafür vorgesehenen 850.000 Euro sind bereits im Haushalt der Kanarischen Inseln für 2026 eingestellt.

Damit ist die Finanzierung vorgesehen und eine wichtige verwaltungsrechtliche Voraussetzung geschaffen. Daraus lässt sich jedoch noch kein konkreter Beginn der Bauarbeiten ableiten.

Modernisierung der Stauseen auf La Gomera

La Encantadora ist Teil eines größeren Programms zur Modernisierung der Wasserinfrastruktur auf La Gomera.

In den vergangenen Jahren wurden bereits Maßnahmen an den Talsperren Chejelipes, Izcagüe und Palacios durchgeführt. Außerdem wurde die Verbindung zwischen den Stauseen Mulagua und Liria verbessert, um Wasser zwischen den Anlagen übertragen und vorhandene Reserven besser nutzen zu können.

Auch für La Encantadora gibt es die Modernisierungspläne bereits seit mehreren Jahren. Schon 2017 berichtete die Gemeinde Vallehermoso über ein vorgesehenes Sanierungsprojekt für die Talsperre.

Die jetzt angekündigten Arbeiten sind im hydrologischen Plan für La Gomera für den Planungszeitraum 2021 bis 2027 enthalten.

Einordnung

Für Vallehermoso ist die Investition vor allem deshalb relevant, weil sie nicht nur die Sicherheit einer älteren Talsperre betrifft. La Encantadora ist unmittelbar mit dem Bewässerungssystem des Ortes verbunden.

Entscheidend für Landwirte wird deshalb sein, ob die neue Mess-, Steuerungs- und Ventiltechnik tatsächlich dazu führt, dass die vorhandenen Wasserreserven genauer erfasst und zuverlässiger verteilt werden können.

Angesichts knapper Wasserressourcen auf den Kanaren ist das mindestens ebenso wichtig wie der Bau neuer Speicher: Wasser, das bereits vorhanden ist, muss möglichst verlustarm und bedarfsgerecht bei den landwirtschaftlichen Betrieben ankommen.

Quelle: gomeratoday.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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