Neues Wasserstoffprojekt in La Aldea von Gran Canaria gestartet in Umwelt (Oekologie Kanaren)

Neues Wasserstoffprojekt in La Aldea von Gran Canaria gestartet

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

30 Mai, 2026

In La Aldea de San Nicolás, Gran Canaria, hat ein innovatives Projekt zur Nutzung von Wasserstoff als erneuerbare Energiequelle begonnen. Der REMOTE-Projektansatz umfasst die Installation von drei Pilotanlagen zur energetischen Selbstversorgung in abgelegenen Regionen Europas, wobei die erste dieser Anlagen in La Aldea realisiert wurde. Diese Initiative wird von einem Konsortium, bestehend aus dem Instituto Tecnológico de Canarias (ITC), der Firma Inycom, dem Grupo CAPISA und der Agropecuaria Furel, vorangetrieben und zielt darauf ab, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

Die Anlage in La Aldea versorgt eine landwirtschaftliche Einrichtung, die sich in einer Region mit begrenztem Zugang zum Stromnetz befindet. Die Agropecuaria Furel hat ihre Kapazität auf 2000 Tiere erhöht, was zu einem signifikanten Anstieg des Stromverbrauchs führt. Bisher wurde der Energiebedarf durch eine Photovoltaikanlage gedeckt, jedoch war die Installation eines Wasserstoffspeichers erforderlich, um die Abhängigkeit von Dieselgeneratoren zu minimieren, insbesondere in Zeiten geringer Energieproduktion.

Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Projekt beläuft sich auf 1,1 Millionen Euro, die für Design, Installation und Betrieb der Wasserstoffanlage aufgebracht wurden. Zusätzlich hat die Agropecuaria Furel 1,5 Millionen Euro investiert, um ihre Betriebsstätte auszubauen und moderne Maschinen zu integrieren, die eine höhere Energieeffizienz bieten. Diese Maßnahmen zielen nicht nur auf eine Erhöhung der Produktionskapazität ab, sondern auch auf die Modernisierung und die Verbesserung der Produktivität, wodurch die Einrichtung umweltfreundlicher wird.

REMOTE wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms Horizon 2020 finanziert und umfasst insgesamt drei Pilotprojekte in Europa. Neben Gran Canaria befinden sich weitere Anlagen in Agkistro, Griechenland, und Rye, Norwegen. Diese Projekte sind darauf ausgelegt, die Nutzung erneuerbarer Energien zu maximieren, indem elektrische Energie durch Wasserstofftechnologien gespeichert wird. Der Einsatz dieser Technologie soll die Abhängigkeit von Dieselgeneratoren verringern und die Betriebskosten in der Landwirtschaft senken.

Für die Umsetzung in La Aldea wurde ein hybrides System installiert, das aus einer 100 kW Photovoltaikanlage und einem Wasserstoffspeichersystem mit einem 70 kW Elektrolyseur sowie Wasserstofftanks mit einer Kapazität von 50 kg bei 200 bar besteht. Das ITC bringt wertvolle Erfahrung in die Entwicklung von Wasserstoffspeichersystemen in den Kanarischen Inseln ein, während Inycom über umfangreiche Kenntnisse in der Ingenieurtechnik verfügt. Grupo CAPISA ergänzt das Team mit seiner Expertise im Agrarsektor.

Insgesamt zielt das Projekt darauf ab, die Agropecuaria Furel als europäischen Vorreiter in der Milchproduktion und in der Anwendung nachhaltiger Energielösungen zu positionieren. Mit einem geringen oder gar keinen CO2-Ausstoß wird die Einrichtung nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch wirtschaftlich konkurrenzfähiger.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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