Notfalldienste auf den Kanaren wegen Personalmangel vor Kollaps – Gesundheit (Ambulanzfahrzeug)

Notfalldienste auf den Kanaren wegen Personalmangel vor Kollaps

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

12 Juli, 2026

Die Notfalldienste auf den Kanarischen Inseln stehen derzeit vor einer ernsten Krise, ausgelöst durch erheblichen Personalmangel und organisatorische Probleme. Ein Streikkomitee, das die Interessen des Koordinierenden Zentrums für Notfälle und Sicherheit (Cecoes 112) sowie des Canarian Emergency Service (SUC) vertritt, warnt vor einer „extremen Verwundbarkeit“ der Einsatzfähigkeit im Katastrophenfall. Besonders gefährdet ist die Sicherheit der Bevölkerung bei Großereignissen wie Waldbränden oder vulkanischen Krisen.

Im Zentrum der Problematik steht der geplante Wechsel der Verwaltung des Notrufzentrums Cecoes 112 von den bisherigen Gesundheits- und Sicherheitsdiensten auf den Kanaren hin zum Unternehmen Gesplan. Diese Umstellung, ursprünglich für August 2025 angekündigt, hat sich mehrfach verzögert und ist bislang nicht vollzogen. Die Fristen wurden von Januar 2026 mehrmals auf März, Juni und zuletzt September verschoben. Laut den Vertretern des Streikkomitees ist der Prozess derzeit blockiert, da ein Gutachten Zweifel an der Durchführbarkeit der Maßnahme äußert.

Die Mitarbeiter beklagen, dass durch die anhaltende Unsicherheit und die mangelnde Personalplanung bereits Fachkräfte das System verlassen. Zudem bestehe die Gefahr, dass neues Personal nicht regulär, sondern in rechtlich fragwürdigen Verhältnissen eingestellt werde. Dies wirkt sich negativ auf die Einsatzbereitschaft und die Qualität der Notfalldienste aus, wie sich bei kritischen Ereignissen wie dem Vulkanausbruch auf La Palma deutlich zeigte.

Die Gewerkschaften CCOO und CSIF sowie das Streikkomitee fordern von der Regionalregierung ein Ende „provisorischer Entscheidungen“ und eine Stärkung der bestehenden Struktur von Cecoes 112, die auf über 30 Jahre Erfahrung zurückblickt. Konkret verlangen sie eine nachhaltige und rechtlich einwandfreie Aufstockung des Personals, insbesondere in technischen Bereichen wie IT, Netzwerken und Kommunikation, aber auch im medizinischen und administrativen Bereich.

Außerdem drängen sie auf umgehende Verhandlungen mit den zuständigen Gesundheits- und Notfalldienststellen sowie mit dem Präsidenten der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, um eine verbindliche Lösung zu erreichen. Die Forderung lautet, den Notrufdienst 112 nicht zum Spielball politischer oder wirtschaftlicher Interessen werden zu lassen, sondern als unverzichtbare Sicherheitsgrundlage für alle Bewohner und Besucher der Inseln zu erhalten.

Für die Bevölkerung der Kanaren hat die aktuelle Lage eine direkte Bedeutung: Ohne ausreichendes und gut organisiertes Personal sind schnelle und effektive Einsätze bei Notfällen nicht mehr gewährleistet. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, ob die Regierung die notwendigen Schritte unternimmt, um die Einsatzfähigkeit der Notfalldienste dauerhaft zu sichern und so zukünftige Krisen besser bewältigen zu können.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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