Der Besitz eines Pools hat sich auf den Kanarischen Inseln zu einem entscheidenden Preisfaktor auf dem Immobilienmarkt entwickelt. Aktuelle Daten von Fotocasa zeigen, dass Wohnungen mit Pool in Santa Cruz de Tenerife im Juli 2026 im Durchschnitt 16,9 Prozent teurer sind als vergleichbare Immobilien ohne Pool. Damit liegt die Inselhauptstadt auf dem dritten Platz unter den spanischen Städten mit dem größten Preisunterschied, nur übertroffen von Palencia mit 30,1 Prozent und Huelva mit 18,5 Prozent.
Die steigenden Preise für Immobilien mit Pool sind eng mit den klimatischen und regionalen Gegebenheiten der Kanaren verbunden. Das milde Klima ermöglicht die Nutzung von Außenbereichen wie Terrassen, Gärten und eben Pools über viele Monate im Jahr – besonders in den südlichen Regionen der Inseln Teneriffa und Gran Canaria. Das macht diese Ausstattungsmerkmale für Käufer besonders attraktiv und steigert die Nachfrage nach Immobilien, die solche Extras bieten.
Allerdings gilt der Preisaufschlag von 16,9 Prozent nur für die Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife und darf nicht verallgemeinert werden. Der Wert einer Immobilie mit Pool hängt von vielen Faktoren ab, darunter die Lage, die Art des Pools (privat oder gemeinschaftlich), die Wohnfläche, die Aussicht sowie der allgemeine Zustand des Objekts. So variieren die Preise innerhalb der Kanaren stark. Beispielsweise liegen die Quadratmeterpreise in der Provinz Las Palmas im Juni 2026 bei durchschnittlich 3.099 Euro, während sie in Santa Cruz de Tenerife bei 3.423 Euro liegen.
Die Preisunterschiede innerhalb einzelner Städte sind ebenfalls erheblich. In Las Palmas de Gran Canaria erreichte der Quadratmeterpreis im Juni 2026 2.840 Euro, mit Spitzenwerten von bis zu 3.950 Euro in besonders gefragten Stadtteilen wie Puerto-Canteras. In weniger teuren Vierteln wie Ciudad Alta oder Tafira liegen die Preise dagegen deutlich niedriger. Ein Einfamilienhaus mit privatem Pool in Tafira erzielt daher einen ganz anderen Wert als eine Wohnung mit Gemeinschaftspool an der Strandpromenade Las Canteras.
Der Immobilienmarkt im Süden Teneriffas zeigt besonders ausgeprägte Preisniveaus. Orte wie Costa Adeje, Playa de las Américas und Los Cristianos-Palm Mar zählen zu den exklusivsten Wohngebieten der Kanaren mit Quadratmeterpreisen zwischen 4.500 und über 6.200 Euro. Dort sind Pools, Terrassen und Außenbereiche fast Standard und sprechen eine Käuferschicht an, die Wert auf Lebensstil und Freizeitgestaltung legt.
Neben privaten Pools gewinnen auch Gemeinschaftspools in Wohnanlagen an Bedeutung. Diese bieten den Vorteil, dass Eigentümer die Annehmlichkeiten eines Pools genießen können, ohne die Kosten und den Pflegeaufwand einer privaten Anlage tragen zu müssen. Solche Extras können bei ähnlichen Immobilien den Ausschlag geben, insbesondere auf den Kanaren, wo das Wetter die Nutzung von Außenbereichen ganzjährig ermöglicht.
Die Immobilienpreise auf den Kanaren steigen ohnehin kontinuierlich. Laut Daten von idealista lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis im Juni 2026 bei 3.297 Euro, ein Anstieg von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Las Palmas stiegen die Preise sogar um 14,8 Prozent auf 2.840 Euro pro Quadratmeter. Diese Entwicklung verstärkt die Bedeutung von Zusatzmerkmalen wie Pools als wertsteigernde Faktoren.
Für Käufer und Eigentümer auf den Kanaren ist die Präsenz eines Pools somit ein gewichtiger Faktor bei der Preisgestaltung. Die regionale Nachfrage, das Klima und das begrenzte Angebot an Objekten mit Pool führen zu einer deutlichen Differenzierung der Immobilienpreise. Wer auf der Suche nach einem Haus oder einer Wohnung mit Pool ist, sollte die vielfältigen Einflussfaktoren und regionalen Unterschiede genau beachten, um realistische Preisvorstellungen zu entwickeln. Die aktuelle Marktlage zeigt, dass Pools längst kein reines Luxusmerkmal mehr sind, sondern einen festen Platz im Kanarischen Immobilienmarkt einnehmen.
Quelle: laprovincia.es
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