In Las Palmas de Gran Canaria kam es am Montag erneut zu erheblichen Verkehrsbehinderungen an verschiedenen Stellen der Stadt. Die Oppositionspartei Partido Popular (PP) kritisierte die unzureichende Präsenz von Polizei- und Mobilitätskräften während dieser Störungen und fordert eine bessere Vorbereitung und Koordination bei solchen Vorfällen. Die Verkehrsstörungen traten vor dem Hintergrund bereits laufender Verkehrsprobleme auf, die durch Bauarbeiten am Viadukt Guiniguada verursacht werden. Seit dem 2. August ist die GC-3 in mehreren Abschnitten gesperrt, was den Verkehr auf die Avenida Marítima und das innere Straßennetz der Hauptstadt umlenkt. In den vergangenen Wochen kam es deshalb vermehrt zu Staus an wichtigen Punkten wie Julio Luengo und den Tunneln von San José. Zwar wurde die Circunvalación am Montag wieder vollständig für den Verkehr in südlicher Richtung freigegeben, doch mehrere Unfälle und Pannen führten zu erneuten Verzögerungen. Die Sprecherin der PP im Stadtrat, Jimena Delgado, betont, dass bei Unfällen zwar Rückstaus normal seien, die Reaktion der Behörden aber zu langsam erfolgt sei. Vor allem wenn ein Hauptverkehrsweg blockiert wird, dürften sich die Staus nicht auf weitere Straßen ausweiten und über Stunden bestehen bleiben. Delgado fordert deshalb, dass Polizei und Mobilität kurzfristig mit mehr Personal an den betroffenen Knotenpunkten präsent sind, um den Verkehr umzuleiten und schneller wieder fließen zu lassen. Die PP sieht die Ursache für die schwache Einsatzfähigkeit auch in einer Personalreduzierung bei der Polizei. In den letzten sechs Jahren habe die örtliche Polizei etwa 30 Beamte verloren. Zusammen mit Krankheitsausfällen und langsamen Einstellungsverfahren führe dies zu einer Unterbesetzung, die es erschwere, bei gleichzeitigen Vorfällen ausreichend Kräfte bereitzustellen. Die Partei verlangt deshalb eine Aufstockung der Polizeistärke und eine bessere Abstimmung zwischen den städtischen Diensten, um Verkehrsbehinderungen künftig schneller zu bewältigen. Für Anwohner, Pendler und Urlauber bedeutet dies, dass sie auch in den kommenden Wochen mit Verkehrsproblemen rechnen müssen, solange die Bauarbeiten am Viadukt andauern und die Polizei nicht personell verstärkt wird. Die Stadtverwaltung steht nun in der Pflicht, Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation zu verbessern und die Mobilität in der Hauptstadt der Kanaren stabil zu halten.
Quelle: laprovincia.es
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