Die psychologische Versorgung in den kanarischen Gesundheitszentren hat in den vergangenen 19 Monaten eine bedeutende Zahl von Patienten erreicht. Insgesamt wurden zwischen 2025 und Juli 2026 mehr als 29.700 Menschen mit leichten bis mittelschweren psychischen Problemen behandelt, wie die Gesundheitsbehörde des Kanarischen Gesundheitsdienstes (SCS) mitteilt. Die Fachkräfte führten dabei über 50.000 Beratungen durch.
Das Programm zur psychologischen Betreuung in der Primärversorgung ist Teil der Strategie +AP, die seit 2022 umgesetzt wird und darauf abzielt, die Versorgung im ersten Gesundheitskontakt zu stärken. Aktuell sind 53 Psychologen auf den Inseln tätig, die sich vor allem um häufige psychische Erkrankungen wie Angststörungen, depressive Episoden und Anpassungsstörungen kümmern.
Neben Einzelberatungen bieten die Fachkräfte auch Gruppentherapien an, die sich auf Symptome von Angst und Depression, Anpassungsstörungen sowie somatoforme Störungen konzentrieren. Zusätzlich werden gemeinschaftliche Präventions- und Fördermaßnahmen durchgeführt. Dazu zählen emotionale Kompetenztrainings für Schulen und Pflegepersonen, Programme zur Förderung der psychischen Gesundheit im Kindesalter, Initiativen für ein aktives Altern und der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien. Auch Themen wie Mobbingprävention, Trauerbewältigung, Gewaltprävention und Vorbereitung auf Elternschaft werden adressiert.
Die Einführung der Psychologen in den Gesundheitszentren hat sich als notwendig und nützlich erwiesen. Sowohl medizinisches Personal als auch Patienten bewerten die Erweiterung des Teams positiv. Die Maßnahme soll nicht nur die Behandlung psychischer Beschwerden verbessern, sondern auch verhindern, dass sich solche Erkrankungen chronifizieren.
Der Kanarische Gesundheitsdienst setzt mit diesem Projekt seine Verpflichtung um, psychologische Versorgung flächendeckend in allen Basisgesundheitszonen der Inselgruppe anzubieten, um eine gerechte und gleichberechtigte Zugangsmöglichkeit zu gewährleisten. Die Optimierung der Versorgungswege und die Integration der Psychologen in die Primärversorgung tragen dazu bei, die Qualität der Gesundheitsleistungen im Bereich psychische Gesundheit nachhaltig zu erhöhen.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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