Regulierung von Wohnraum und Ökotourismus auf den Kanaren – Wohnen (Wohnung)

Regulierung von Wohnraum und Ökotourismus auf den Kanaren

User avatar placeholder
Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

10 Mai, 2026

Die kanarische Regierung plant, die Regulierung von Ferienwohnungen zu verbessern, um die Auswirkungen des Tourismus auf Wohngebiete zu minimieren. Dies beinhaltet eine Unterscheidung zwischen kleinen und großen Eigentümern sowie Maßnahmen zur Vermeidung der Umwandlung von Wohngebieten in touristische Zonen. Zudem wird eine Ökosteuer für Nichtansässige in Erwägung gezogen, deren Einnahmen zur Sanierung öffentlicher Infrastrukturen und zum Schutz natürlicher Ressourcen verwendet werden sollen.

Die Gesetzgebung auf den Kanaren hat in der Vergangenheit bereits wichtige Schritte unternommen, um die Umwelt und die Lebensqualität der Bewohner zu schützen. So wurden in den letzten Jahrzehnten mehrere Gesetze verabschiedet, darunter die Gesetzgebung von 1987 zur Erklärung von Naturräumen und die 1994 eingeführte Gesetzgebung zur Erhaltung und Verbesserung der natürlichen Ressourcen des Archipels. Diese Gesetze haben zur Ausweisung von 70 Naturschutzgebieten und 35 Naturparks geführt, darunter bekannte Orte wie La Geria und Las Dunas de Corralejo.

Ein weiterer Aspekt der aktuellen Diskussion ist das demografische Wachstum der Kanaren, das zwischen 1980 und 2025 um 65 % auf etwa 2,2 Millionen Einwohner steigen soll. Im Vergleich dazu wuchs die Bevölkerung im Baskenland in diesem Zeitraum nur um 5,3 %. Prognosen deuten darauf hin, dass die Bevölkerung der Kanaren bis 2050 um mehr als 450.000 Menschen zunehmen könnte, was die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung unterstreicht.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde ein Expertenkomitee eingerichtet, das die demografischen und wirtschaftlichen Entwicklungen analysierte. Die Experten betonten die Notwendigkeit, die territorialen Planungsrichtlinien an die spezifischen Bedürfnisse der Inseln anzupassen, um ein nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten und die Lebensqualität der Einwohner zu sichern. Die Einführung einer Moratoriumsgesetzgebung zur Regulierung touristischer Bettenkapazitäten ist ein Beispiel für diese Bemühungen, um ein Überangebot zu verhindern und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Quelle: eldiario.es
Zum Original

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

Weitere Nachrichten

Deutschsprachige Kleinanzeigen für alle Kanaren-Inseln: Immobilien, Jobs, Fahrzeuge, Dienstleistungen und mehr – jetzt Angebote entdecken oder kostenlos inserieren.

→ Anzeigen entdecken

Kanaren-Nachrichten
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.