Im März 2026 verzeichneten die Kanaren einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 10.929 Personen im Vergleich zum Vorjahr, was einer jährlichen Abnahme von 6,94 % entspricht. Damit lag die Gesamtzahl der Arbeitslosen bei 146.499. Diese positive Entwicklung zeigt eine fortdauernde Erholung des Arbeitsmarktes im Archipel, die seit Beginn der Legislaturperiode zu beobachten ist. Trotz dieser erfreulichen Nachrichten gab es im Vergleich zum Vormonat einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 843 Personen, was einem Anstieg von 0,58 % entspricht. Diese Schwankungen verdeutlichen, dass der Weg zur vollständigen Stabilität noch nicht ganz geebnet ist.
Besonders bemerkenswert ist der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit. Mit 5.976 weniger Betroffenen wurde der niedrigste Stand seit Januar 2009 erreicht. Der Rückgang betrug 8,50 % im Jahresvergleich und 0,98 % im Vergleich zum Vormonat. Von den insgesamt 64.292 Langzeitarbeitslosen waren 6.578 Frauen und 4.351 Männer betroffen. Diese Zahlen sind nicht nur statistische Werte; sie stehen für die Schicksale von Menschen, die lange Zeit um ihre Existenz kämpfen mussten. Ein Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit ist ein ermutigendes Zeichen, dass Maßnahmen zur Unterstützung von Arbeitsuchenden endlich Wirkung zeigen.
Im März wurden zudem 59.639 neue Arbeitsverträge abgeschlossen, was einem Anstieg von 6.153 Verträgen im Vergleich zum Vormonat entspricht. Dies stellt ein Wachstum von 11,5 % im Vergleich zu Februar dar. Besonders stark war der Anstieg im Sektor der Landwirtschaft mit 29,18 %. Diese Entwicklung ist besonders wichtig für die kanarische Wirtschaft, die stark von der Landwirtschaft und dem Tourismus abhängt. Die Gastronomie, ein weiterer Eckpfeiler der lokalen Wirtschaft, schuf mit 2.034 neuen Verträgen (+11,35 %) die meisten neuen Arbeitsplätze. Diese Zahlen sind ein Zeichen dafür, dass die Kanaren nicht nur als Urlaubsparadies, sondern auch als Arbeitsmarkt an Attraktivität gewinnen.
Die Vizepräsidentin für Arbeit der Kanarischen Regierung, Isabel León, betonte die Wirksamkeit der Arbeitsmarktpolitik, insbesondere bei der Schaffung von Chancen für benachteiligte Gruppen. Der Anteil unbefristeter Verträge betrug 45,80 %, was einen Anstieg von 11,99 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dies ist besonders wichtig für die Stabilität der Arbeitsverhältnisse und bietet eine langfristige Perspektive für Arbeitnehmer und ihre Familien.
Für die deutschsprachige Gemeinschaft auf den Kanaren sind diese Entwicklungen von großer praktischer Bedeutung. Viele Deutsche, die auf den Inseln leben oder dorthin gezogen sind, sind oft im Dienstleistungssektor oder in der Gastronomie beschäftigt. Ein stabiler Arbeitsmarkt kann nicht nur ihre berufliche Sicherheit erhöhen, sondern auch das Lebensumfeld auf den Kanaren positiv beeinflussen. Ein wachsender Arbeitsmarkt zieht zudem mehr Investitionen an, was die Lebensqualität auf den Inseln weiter steigern kann.
Insgesamt zeigt der Rückgang der Arbeitslosigkeit, dass die Bemühungen der Regierung, den Arbeitsmarkt zu stabilisieren und zu revitalisieren, erste Früchte tragen. Dies gibt Anlass zur Hoffnung, dass die positive Entwicklung anhält und die Kanaren zu einem noch attraktiveren Lebens- und Arbeitsort werden.