Ryanair hat an die spanische Regierung appelliert, die Einführung des Systems für Ein- und Ausreise (EES) bis September auszusetzen. Die Fluggesellschaft warnt, dass die derzeitige Planung zu langen Wartezeiten an den biometrischen Passkontrollen in spanischen Flughäfen während der Hochsaison führen könnte. Diese Phase ist besonders kritisch, da sie einen Anstieg des Passagieraufkommens mit sich bringt. Für die vielen deutschsprachigen Residenten und Touristen auf den Kanaren könnte dies erhebliche Auswirkungen auf ihre Reisepläne haben.
Die Airline weist darauf hin, dass die spanischen Behörden seit über drei Jahren über den vollständigen Betrieb des EES ab dem 10. April 2026 informiert sind. Dennoch seien bislang keine ausreichenden Maßnahmen zur Personalausstattung oder zur technischen Vorbereitung des Systems getroffen worden. Auch die Installation von Selbstbedienungskiosken, die für die Bewältigung des erwarteten Passagieraufkommens notwendig sind, sei unzureichend. Dies führt zu der Frage, ob die spanische Regierung die nötigen Vorkehrungen rechtzeitig treffen kann, um den reibungslosen Ablauf an den Flughäfen zu gewährleisten.
Aktuelle Wartezeiten in wichtigen touristischen Flughäfen wie Málaga, Alicante und Gran Canaria liegen bereits zwischen ein und zwei Stunden. Besonders betroffen sind Reisende, die mit Ryanair fliegen oder auf Anschlussflüge angewiesen sind. Die Airline führt diese Verzögerungen auf Personalmangel und technische Ausfälle zurück, die dazu führen können, dass Flüge verpasst werden, insbesondere in der Hochsaison. Für die deutschsprachigen Einwohner und Urlauber auf den Kanaren könnte dies bedeuten, dass sie nicht nur längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, sondern auch mögliche zusätzliche Kosten durch verpasste Flüge oder alternative Reisemöglichkeiten.
Ryanair verweist auf das Beispiel Griechenlands, wo die Regierung ebenfalls den EES bis September ausgesetzt hat, um die Warteschlangen in der Hochsaison zu reduzieren. Diese Entscheidung könnte als Modell für Spanien dienen, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Das Beispiel zeigt, dass andere europäische Länder proaktive Maßnahmen ergreifen, um den Tourismus zu fördern und gleichzeitig die Passagiererfahrung zu verbessern.
Die Fluggesellschaft hat an die Regierungen der 29 Länder, die Teil des Systems sind, appelliert, um eine vorübergehende Aussetzung zu erreichen und eine reibungslosere Abwicklung am Flughafen zu gewährleisten. Für die deutschsprachigen Bürger auf den Kanaren könnte dies bedeuten, dass sie sich auf einen stressfreieren Reiseablauf einstellen können, wenn die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden.
Die Situation bleibt angespannt, und die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Reisende auf den Kanaren sollten sich unbedingt über die Entwicklungen informieren und möglicherweise ihre Reisepläne flexibel gestalten. Denn eines ist sicher: Ein reibungsloser Ablauf an den Flughäfen ist für den Tourismus und die Lebensqualität der Einwohner von großer Bedeutung. Daher ist es zu hoffen, dass die spanischen Behörden schnell handeln, um die Herausforderungen der Hochsaison zu meistern.