Die Asociación Canaria de Alquiler Vacacional (Ascav) hat am Donnerstag den kanarischen Regierungsrat aufgefordert, die Regelung zur touristischen Nutzung von Apartments zu überarbeiten und die Bußgelder für Eigentümer von Ferienwohnungen sofort auszusetzen. Ascav argumentiert, dass die Europäische Kommission seit 2005 gefordert hat, dieses Prinzip abzuschaffen, was jedoch nie umgesetzt wurde. Der bestehende rechtliche Rahmen, der es Eigentümern untersagt, ihre Wohnungen selbst zu nutzen oder an Dritte zu vermieten, wird von der Organisation als Verstoß gegen europäische Vorgaben angesehen.
Laut Ascav sind mehr als 200.000 Familien auf den Kanaren von dieser Regelung betroffen. Die Organisation weist darauf hin, dass viele Eigentümer nur geringe Mieteinnahmen von etwa 300 Euro pro Monat erzielen, während sie weiterhin für Instandhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen aufkommen müssen. Viele Ferienanlagen seien während wirtschaftlicher Krisen von Betreibern aufgegeben worden, was die Eigentümer daran hinderte, ihre Immobilien anderweitig zu nutzen.
Ascav hat bereits 2022 eine Beschwerde bei den europäischen Behörden eingereicht, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Die Gruppe fordert nun, dass die kanarische Regierung dringend Maßnahmen ergreift, um die Rechte der Eigentümer wiederherzustellen und alle aktuellen Bußgelder auszusetzen. Zudem wird eine Überprüfung der geplanten Änderungen im Rahmen der Gesetzgebung zur nachhaltigen Nutzung von Ferienwohnungen gefordert, um wirtschaftliche Nachteile zu vermeiden. Die Organisation plant, einen Bericht über die Gesetzeslage zu erstellen, der auch die möglichen Verstöße gegen EU-Recht beleuchten soll.
Quelle: eldiario.es
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