Sechs Jahre Haft für Vater wegen sexuellen Missbrauchs in Teneriffa – Behörden (Tribunal)

Sechs Jahre Haft für Vater wegen sexuellen Missbrauchs in Teneriffa

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

11 Mai, 2026

Der Oberste Gerichtshof der Kanarischen Inseln (TSJC) hat die Strafe von sechs Jahren Gefängnis für einen Vater bestätigt, der sich des fortgesetzten sexuellen Missbrauchs seiner minderjährigen Tochter schuldig gemacht hat. Zusätzlich wurde ihm ein weiteres Jahr Haft wegen des unerlaubten Zeigens von Videoaufnahmen sexueller Handlungen mit der Mutter der Tochter, die mit einem Mobiltelefon aufgenommen wurden, auferlegt. Diese Entscheidung des Gerichts wirft nicht nur ein Schlaglicht auf die erschreckenden Vorfälle innerhalb der Familie, sondern auch auf die Herausforderungen, denen sich die Gesellschaft im Kampf gegen sexuellen Missbrauch gegenübersieht.

Neben der Gefängnisstrafe wurde dem Verurteilten ein Kontakt- und Annäherungsverbot von sieben Jahren auferlegt. Dies bedeutet, dass er für diesen Zeitraum keinen Kontakt zu seiner Tochter haben darf und auch nicht in deren Nähe kommen kann. Darüber hinaus verliert er das Sorgerecht für das Kind und muss eine Entschädigung in Höhe von 11.000 Euro zahlen. Die Missbrauchshandlungen fanden laut Urteil in der gemeinsamen Wohnung statt und begannen, als das Kind erst fünf Jahre alt war. Mindestens fünf Übergriffe bis ins Jahr 2021 wurden dokumentiert, was die Schwere des Falls unterstreicht.

Der Angeklagte argumentierte vor dem TSJC, dass sein Recht auf Unschuldsvermutung verletzt wurde. Er verwies darauf, dass die Beweise auf widersprüchlichen Aussagen zwischen ihm und seiner Tochter basierten. Doch der Gerichtshof wies diese Argumentation entschieden zurück. Sowohl der Vater als auch Psychologen hatten die Vorwürfe nicht als unbegründet erachtet, was die Glaubwürdigkeit der Tochter bestätigte. Dies ist ein wichtiger Aspekt, der zeigt, wie ernst die Justiz solche Vorfälle nimmt und wie entscheidend die Aussagen von Kindern in solchen Verfahren sein können.

Die Mutter des Mädchens berichtete, dass sie ihren Mann einmal in Unterwäsche mit der Tochter überraschte. Nach diesem Vorfall bemerkte sie Veränderungen im Verhalten ihrer Tochter, die alarmierend waren. Es ist oft eine große Herausforderung für betroffene Eltern, solche Anzeichen zu erkennen und zu interpretieren. In vielen Fällen sind es die kleinen Hinweise, die zu einem größeren Bild führen. Die Tochter bat schließlich um psychologische Hilfe, wo sie die Vorfälle schilderte. Dies führte zur Entfernung des Vaters aus dem Haus und gab der Tochter die dringend benötigte Sicherheit.

Die Entscheidung des TSJC hat nicht nur rechtliche, sondern auch gesellschaftliche Implikationen. Auf den Kanaren, wo viele Familien aus verschiedenen kulturellen Hintergründen zusammenleben, ist es wichtig, das Bewusstsein für sexuelle Gewalt gegen Kinder zu schärfen. Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, Kinder zu ermutigen, über ihre Erfahrungen zu sprechen und ihnen einen sicheren Raum zu bieten, in dem sie dies tun können. Die Gesellschaft muss dafür sorgen, dass solche Taten nicht ungestraft bleiben und dass Opfer die Unterstützung erhalten, die sie dringend benötigen.

Für deutschsprachige Leser auf den Kanaren ist dies ein eindringlicher Reminder, dass Prävention und Sensibilisierung in der Gemeinschaft von größter Bedeutung sind. Es ist wichtig, dass Eltern, Lehrer und Betreuer geschult werden, um Anzeichen von Missbrauch frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Das Wohl der Kinder muss immer an erster Stelle stehen.

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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