Studierende der Universität Las Palmas de Gran Canaria und der Universität La Laguna haben in ihren Abschlussarbeiten konkrete Projekte zur nachhaltigen Entwicklung der kanarischen Hauptstädte erarbeitet. Diese Arbeiten entstanden im Rahmen des gemeinsamen Projekts Conecta Canarias Lab, das akademisches Wissen mit den realen Herausforderungen der Kommunen verbindet, um die Umsetzung der Agenda 2030 auf den Kanaren voranzubringen. Die Initiative wird von der Red Española para el Desarrollo Sostenible (REDS-SDSN Spain) in Kooperation mit den Rathäusern von Las Palmas de Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife getragen.
Im Verlauf des Projekts arbeiteten die Studierenden eng mit den kommunalen Verwaltungen zusammen, um aktuelle Nachhaltigkeitsfragen praxisnah zu bearbeiten. In Las Palmas liegt der Fokus unter anderem auf der Aktivierung natürlicher und pädagogischer Räume am Barranco del Guiniguada. Dort entwickelten die Studierenden interdisziplinäre Lösungen, die das kulturelle Erbe, Bildung und Klimaanpassung miteinander verbinden und beziehen dabei auch die lokale Bevölkerung sowie Unternehmen mit ein. So soll ein nachhaltiges Stadtbild mit starker Identität entstehen.
In Santa Cruz de Tenerife konzentrierten sich die Abschlussarbeiten auf innovative und kreislauforientierte Ansätze zur Ressourcennutzung und Abfallwirtschaft. Besonders die Zusammenarbeit mit dem lokalen Markt und dem Hotelgewerbe zeigte, wie städtische Nachhaltigkeitsstrategien konkret umgesetzt werden können. Die Studierenden konnten so über die akademische Theorie hinausgehen und sich mit den praktischen Herausforderungen der Stadtentwicklung auseinandersetzen.
Der stellvertretende Direktor der REDS-SDSN Spain hob hervor, dass das Projekt vor allem zeigt, wie junge Talente bereits heute aktiv an der Gestaltung nachhaltiger Lösungen für die Kanaren mitwirken können. Für die kanarische Regierung unterstrich der Vizeuniversitätsminister die wichtige Rolle der Hochschulen, die zusammen mit den Städten nicht nur Wissen schaffen, sondern auch die Handlungskompetenz vor Ort stärken.
Conecta Canarias Lab fördert damit eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Kommunalverwaltung, die den Studierenden ermöglicht, direkt an der Zukunft ihrer Städte mitzuwirken. Für die Kanarischen Inseln bedeutet dies einen Schritt hin zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung, bei der lokale Bedürfnisse und innovative Ideen Hand in Hand gehen. Die beteiligten Kommunen profitieren von frischen Impulsen für ihre Nachhaltigkeitsstrategien, während die Studierenden wertvolle praktische Erfahrungen sammeln.
Das Projekt ist offen für weitere Entwicklungen und stellt ein Modell dar, das sich auch auf andere Gemeinden und Nachhaltigkeitsthemen der Kanaren ausweiten lässt. Die nächsten Schritte sehen vor, die gewonnenen Erkenntnisse in kommunale Projekte zu integrieren und die Kooperation zwischen Universitäten und öffentlichen Verwaltungen weiter zu vertiefen, um konkrete Fortschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 zu erzielen.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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