Die kanarische Gesundheitsbehörde erhöht die Tagespauschalen für Unterkunft und Verpflegung bei medizinischen Behandlungen auf einer anderen Insel um 41,18 Prozent. Künftig erhalten Patienten und ihre Begleitpersonen für Unterkunft täglich 106,94 Euro statt bisher 65,97 Euro, was einer Steigerung von 62 Prozent entspricht. Die Verpflegungspauschale steigt leicht um 4 Prozent von 37,40 auf 39 Euro pro Tag. Insgesamt summieren sich die Pauschalen damit auf 145,94 Euro pro Person und Tag, verglichen mit 103,37 Euro zuvor.
Diese Anpassung, die erstmals seit 2018 erfolgt, wurde im regionalen Haushalt für das Jahr 2026 vorgesehen und soll die Kostenbelastung für Betroffene deutlich mindern. Die neue Regelung tritt am 15. Juli 2026 in Kraft und wurde aktuell im Boletín Oficial de Canarias veröffentlicht. Sie gilt für Patienten, die für eine notwendige medizinische Behandlung auf eine andere Insel der Kanaren reisen, sowie für ihre Begleitpersonen.
Bislang blieben die Pauschalen für Unterkunft und Verpflegung trotz steigender Lebenshaltungskosten unverändert. Die Erhöhung sorgt nun für eine bessere finanzielle Unterstützung und erleichtert insbesondere längere Aufenthalte während medizinischer Behandlungen. Für ununterbrochene Langzeitaufenthalte ab dem dritten Monat ist eine monatliche Obergrenze von 1.900 Euro für Unterkunft und Verpflegung festgelegt.
Diese Maßnahme betrifft alle Einwohner, Urlauber und Auswanderer, die innerhalb der Kanarischen Inseln medizinische Versorgung in Anspruch nehmen müssen. Sie trägt dazu bei, die interinsulare Mobilität von Patienten zu erleichtern und finanzielle Hürden bei notwendigen Reisen zu reduzieren. Die neue Pauschale stellt somit eine spürbare Entlastung für Betroffene dar und verbessert die Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgung auf den Kanaren.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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