Telefónica España hat in den letzten Jahren über 700 Millionen Euro in die Telekommunikationsinfrastruktur der Kanarischen Inseln investiert. Dies gab Borja Ochoa, der Präsident von Telefónica Spanien, während eines informativen Frühstücks in Santa Cruz de Tenerife bekannt. Ochoa betonte, dass die Inseln im Vergleich zu anderen Regionen Spaniens „größere Fortschritte“ bei der Entwicklung der Telekommunikation gemacht haben und nun über eine bessere Resilienz verfügen, insbesondere nach dem landesweiten Stromausfall, der die Kommunikationssysteme vor kurzem lahmlegte.
Der jüngste Stromausfall stellte eine erhebliche Herausforderung dar, da die Telekommunikationsnetze der Kanaren auf die nationale Infrastruktur angewiesen waren. Ochoa bezeichnete diese Tage als „extrem herausfordernd“ und als „Feuertest“ für die gesamte Infrastruktur. Um die Unabhängigkeit der Telekommunikation zu stärken, hat Telefónica einen Aktionsplan entwickelt. Dieser umfasst Maßnahmen zur Sicherstellung der Autonomie der Kernbetriebe zwischen den Inseln sowie eine Überprüfung der Autonomie-Kapazität. Zudem sollen die Redundanz in den Netzwerken erhöht und die Unterseekabel gestärkt werden, um kritische Dienste weiterhin aufrechterhalten zu können.
Die Kooperation zwischen Telefónica und der Regierung der Kanarischen Inseln hat sich als besonders wichtig erwiesen. Ochoa lobte die gestiegene Sensibilität für die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor und verwies auf den Einsatz eines neuen Unterseekabels als Beispiel für diese Zusammenarbeit. Telefónica plant, zwei Unterstützungszentren auf den Kanarischen Inseln einzurichten, um industrielle Systeme zu unterstützen und die digitale Entwicklung voranzutreiben.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Investitionen ist die Weiterentwicklung der 5G-Netzwerke und der Glasfaserinfrastruktur. Ochoa kündigte an, dass Telefónica eine nationale Dateninfrastruktur aufbauen wird, um die Dienste der Künstlichen Intelligenz zu unterstützen. Dies geschieht im Kontext der sich verändernden Trends, die durch die digitale Transformation und die zunehmende Bedeutung von KI geprägt sind.
Ochoa hob auch die wachsende Bedeutung der Content-Erstellung im audiovisuellen Sektor der Kanarischen Inseln hervor. Es wird erwartet, dass dieser Sektor bis 2025 mehr als 1.500 direkte Arbeitsplätze schaffen wird. Ein Beispiel dafür ist die Serie ‚Hierro‘, die auf den Inseln gedreht wurde und bei deren Produktion 50% des Personals lokal rekrutiert wurden. Diese Entwicklungen zeigen, wie wichtig es ist, in Talente zu investieren und in verschiedenen Sektoren zusammenzuarbeiten, um die digitale Transformation voranzutreiben.
Insgesamt sind die Investitionen von Telefónica ein bedeutender Schritt zur Stärkung der Telekommunikationsinfrastruktur auf den Kanarischen Inseln. Sie tragen nicht nur zur Verbesserung der Resilienz bei, sondern fördern auch die digitale Entwicklung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Region.
Quelle: tenerifeweekly.com
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