Das Cabildo de Tenerife hat den langfristigen Plan für nachhaltige Mobilität auf der Insel endgültig genehmigt. Die Strategie sieht umfangreiche Maßnahmen vor, darunter die Erweiterung des Straßenbahnnetzes, den Ausbau von Bahnverbindungen im Norden und Süden der Insel sowie die Einrichtung eines dritten Fahrstreifens auf den stark belasteten Autobahnen TF-1 und TF-5. Ziel ist es, die Verkehrsflüsse zu verbessern, Staus zu reduzieren und den Individualverkehr einzuschränken.
Der Plan umfasst insgesamt 92 Projekte, die bis zum Jahr 2035 umgesetzt werden sollen. Dafür ist eine Investition von mehr als fünf Milliarden Euro vorgesehen, finanziert durch das Cabildo, die kanarische Regierung, den spanischen Staat und die lokalen Gemeinden. Im Fokus stehen neben dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur auch der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Förderung der Elektromobilität und die Digitalisierung der Mobilitätsangebote.
Für die Autobahnen TF-1 und TF-5 sind konkrete Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung geplant. So soll auf der TF-1 zwischen San Isidro und Las Américas sowie zwischen Güímar und San Isidro ein dritter Fahrstreifen eingeführt werden. Auf der TF-5 ist der Ausbau des dritten Fahrstreifens zwischen dem Flughafen Los Rodeos und La Orotava vorgesehen. Diese Maßnahmen sollen die Verkehrsdichte verringern und den Verkehrsfluss verbessern.
Neben dem Straßenverkehr wird der öffentliche Nahverkehr modernisiert und erweitert. Die Kapazität des Straßenbahnnetzes soll erhöht und der Schulbusverkehr optimiert werden. Zudem plant das Cabildo den Ausbau von Park-and-Ride-Anlagen als Anreiz, auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen, sowie die Einrichtung von Busspuren für Fahrgemeinschaften auf den Hauptverkehrsadern TF-1 und TF-5.
Der Plan beinhaltet auch die Förderung von Carsharing-Angeboten und die Entwicklung grüner Korridore in städtischen Gebieten. Die Schaffung von Niedrigemissionszonen und der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge sind weitere wichtige Punkte. Dabei werden Umweltaspekte wie Klimaanpassung und der Schutz von Natur- und Kulturlandschaften berücksichtigt.
Besonderes Augenmerk gilt Gebieten mit hohem Besucheraufkommen wie Anaga, Teno und dem Gebiet rund um den Teide. Dort sollen Zugangsregelungen, öffentliche Verkehrsmittel, Parkplätze und Shuttle-Busse verbessert werden, um die Belastung zu steuern und nachhaltige Mobilität zu fördern.
Die Umsetzung des Plans erfolgt in zwei Phasen: Bis 2035 werden die wichtigsten Maßnahmen realisiert, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden. Eine langfristige Vision bis 2045 soll die zukünftigen Mobilitätsbedürfnisse der Insel antizipieren und eine nachhaltige Entwicklung sicherstellen. Die nächsten Schritte sehen die Vorstellung des Plans in der Plenarsitzung des Cabildos vor, um die weitere Umsetzung zu begleiten.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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