Der Cabildo von Teneriffa hat einen umfangreichen Vertrag zur Pflege und Erhaltung der Grünflächen entlang der Inselstraßen mit einem Budget von fast 19 Millionen Euro genehmigt. Die Maßnahme umfasst die Betreuung von mehr als 2,2 Millionen Quadratmetern Grünflächen, die sich über das gesamte Straßennetz der Insel verteilen. Die Investition wird zwischen 2026 und 2030 umgesetzt und in vier Bereiche aufgeteilt: Metropolitan, Norden, Süden und Westen der Insel. Die Aufteilung des Budgets sieht 2,9 Millionen Euro für den Metropolitan-Bereich, 5,5 Millionen Euro für den Norden, 5,9 Millionen Euro für den Süden und 4,4 Millionen Euro für den Westen vor.
Neben der reinen Pflege beinhaltet der Vertrag auch Neuerungen wie die Erstellung aktueller Baumkataloge, spezifische Managementpläne und Schulungen für das Personal. Zudem sind Maßnahmen zur Verbesserung der Wassereffizienz und zur Erneuerung veralteter Infrastrukturen vorgesehen. Ein weiteres Ziel ist die bessere landschaftliche Integration der Straßen, um das Ortsbild zu verschönern und die Umweltverträglichkeit zu erhöhen.
Parallel zu den Grünflächeninvestitionen hat der Cabildo sechs Projekte für die oberflächliche Sanierung von Straßenbelägen mit einem Gesamtbudget von über 10 Millionen Euro beschlossen. Diese Arbeiten betreffen wichtige Verkehrsadern der Insel wie die TF-21, TF-342, TF-333, TF-111, TF-237 und TF-152. Sie finden in den Gemeinden La Orotava, Los Realejos, San Cristóbal de La Laguna und El Sauzal statt. Ziel ist es, die Straßenoberflächen zu erneuern, die Verkehrssicherheit zu verbessern und die Fahrbedingungen zu optimieren.
Ein weiteres Teilprojekt sieht den Austausch von 227 Straßenlaternen auf der TF-4, der südlichen Zufahrtsstraße in Santa Cruz de Tenerife, vor. Für diese Modernisierung stehen über 300.000 Euro bereit, und der Plan wurde bereits öffentlich zur Konsultation gestellt. Die neuen Leuchten sollen energiesparender sein und zur Verbesserung der nächtlichen Sicht beitragen.
Im Bereich Mobilität hat der Cabildo zudem einen Vertrag über 2,5 Millionen Euro vergeben, um ein bedarfsorientiertes Verkehrsangebot (Transporte a la Demanda, TAD) in fünf Zonen der Insel einzuführen. Dieses neue System richtet sich an Bewohner in 14 Gemeinden, die mehr als 400 Meter von Haltestellen mit unregelmäßigem öffentlichen Nahverkehr entfernt wohnen. Die Bereiche umfassen Tacoronte – El Sauzal, Santa Úrsula – La Victoria – La Matanza, Los Silos – El Tanque – Garachico, La Guancha – San Juan de la Rambla sowie Arico – Fasnia und Güímar.
Das TAD-System wird an Werktagen von 6:00 bis 21:00 Uhr mit mindestens zwei Fahrzeugen pro Zone betrieben, wobei je nach Bedarf bis zu vier Fahrzeuge zum Einsatz kommen können. Zu den Neuerungen gehört auch die Einrichtung einer technologischen Plattform und eines Nutzer-Support-Zentrums, die Buchungen, Routenkoordination und Echtzeitinformationen ermöglichen. Die Inselpräsidentin Rosa Dávila bezeichnete das Projekt als entscheidenden Schritt zur Modernisierung des Mobilitätsmodells auf Teneriffa, um den öffentlichen Nahverkehr in weniger gut angebundene Gebiete zu bringen.
Insgesamt profitieren von diesem neuen Angebot rund 54.000 Menschen auf Teneriffa, was etwa 41 Prozent der Gesamtbevölkerung in den betroffenen Gemeinden entspricht. Die Kombination aus technologischer Unterstützung, individueller Betreuung und flexibler Betriebsweise soll die Mobilität auf der Insel spürbar verbessern und an die tatsächlichen Bedürfnisse der Bewohner anpassen. Zusammen mit den Investitionen in Grünflächen und Straßenbeläge zeigt sich der Cabildo bestrebt, sowohl die Infrastruktur als auch die Lebensqualität auf Teneriffa nachhaltig zu steigern.
Quelle: tenerifeweekly.com
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