Das Reggaeton Beach Festival (RBF), das für den Sommer 2026 auf Teneriffa geplant war, findet nicht statt. Die Veranstalter haben die komplette Tour für das kommende Jahr abgesagt und den Betrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt. Damit entfällt das Festival auf Teneriffa ebenso wie an den weiteren vorgesehenen Orten Madrid, Barcelona, Mallorca, Alicante, Santander und Nigrán.
Die Absage beruht auf einer internen Prüfung der neuen Geschäftsführung des Veranstalters, die erhebliche wirtschaftliche und organisatorische Probleme offenbarte. Laut einer offiziellen Mitteilung vom Donnerstag könne die operative und finanzielle Struktur des Unternehmens die Durchführung einer Tour in diesem Umfang nicht mehr gewährleisten. Die Veranstalter zeigten sich enttäuscht über die Folgen für das Publikum, die Künstler, Zulieferer sowie die lokalen Institutionen auf Teneriffa und den anderen betroffenen Regionen.
Verbraucherschutzorganisationen wie FACUA und die Verbraucherzentrale OCU reagieren auf die Absage mit Hinweisen für Betroffene. Diese haben nicht nur Anspruch auf Rückerstattung der Ticketpreise inklusive der obligatorischen Bearbeitungsgebühren, sondern können auch Kosten für bereits gebuchte Transportmittel und Unterkünfte geltend machen. Dazu zählen beispielsweise Flugtickets, Fährtickets zwischen den Kanarischen Inseln, Hotelbuchungen oder Ferienwohnungen, sofern diese im Zusammenhang mit dem Festivalbesuch stehen.
FACUA und OCU empfehlen dringend, sämtliche Belege und Buchungsbestätigungen sorgfältig aufzubewahren. Diese Unterlagen sind entscheidend, um Schadensersatzansprüche gegenüber dem Veranstalter durchzusetzen. Die formellen Forderungen müssen an den Veranstalter oder die offizielle Verkaufsplattform gerichtet werden. Diese sind gesetzlich verpflichtet, ein transparentes und zugängliches Erstattungsverfahren einzurichten und darüber zu informieren.
Die Festivalorganisation arbeitet derzeit an der Klärung der vertraglichen und administrativen Folgen der Absage. In den kommenden Tagen sollen über die offiziellen Kanäle detaillierte Anweisungen zum Ablauf der Rückerstattungen veröffentlicht werden. Betroffene, die sich auf einen Besuch des Festivals vorbereitet hatten, sollten deshalb aufmerksam die Mitteilungen der Veranstalter verfolgen.
Für Urlauber und Residenten auf den Kanaren bedeutet die Absage des Reggaeton Beach Festivals nicht nur den Verlust eines musikalischen Highlights, sondern auch einen möglichen finanziellen Aufwand. Wer bereits Anreisen und Unterkünfte gebucht hat, kann diese Kosten nun zurückfordern. Die Entscheidung trifft auch lokale Dienstleister und die Tourismusbranche, die mit dem Event zusätzliche Einnahmen erwartet hatten. Die Absage unterstreicht die Herausforderungen, große Festivals auf den Inseln zu organisieren, besonders wenn finanzielle und operative Strukturen instabil sind.
Insgesamt zeigt der Fall, dass Konzert- und Festivalbesucher auf den Kanaren ihre Buchungen immer gut dokumentieren sollten, um bei unerwarteten Absagen abgesichert zu sein. Die Verbraucherorganisationen stehen Betroffenen mit Rat und Unterstützung zur Seite, um ihre Rechte durchzusetzen und finanzielle Verluste zu minimieren.
Quelle: tenerifeweekly.com
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