In den letzten vier Jahrzehnten hat sich das Bildungssystem auf den Kanarischen Inseln erheblich weiterentwickelt, obwohl weiterhin Herausforderungen bestehen. Trotz Fortschritten in der Bildung bleibt die frühkindliche Bildung für Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren hinter den nationalen und europäischen Standards zurück. Das frühzeitige Abbrechen der Schulbildung ist ein weiteres drängendes Problem, das angegangen werden muss.
Die erste Autonomiewahl zwischen 1983 und 1987 markierte den Beginn der Bildungspolitik in der Region. Unter der Führung von Jerónimo Saavedra, dem damaligen Präsidenten, wurde ein großer Investitionsschub initiiert, um die gravierenden Mängel im Bildungssystem zu beheben, die durch jahrzehntelangen Zentralismus entstanden waren. Vor der Autonomie litten die Kanaren unter hohen Analphabetenquoten und einem Mangel an Schulplätzen, was zu Schichtunterricht und unzureichenden Lehrressourcen führte.
Bereits zu Beginn der Transition forderten Lehrer eine spezifische kanarische Bildung, die die lokale Kultur und Geschichte berücksichtigte. Fünf Jahrzehnte später bleibt das Wissen über die indigene Geschichte der Inseln bei den Jugendlichen unzureichend. Die 1970er Jahre brachten die ersten Sommerakademien, die als Plattformen für den Austausch und die Diskussion innerhalb der Bildungsgemeinschaften dienten.
Die Konflikte im Bildungsbereich waren in verschiedenen Phasen ausgeprägt. Forderungen nach besserer Beschäftigungssicherheit und Gehaltsharmonisierung wurden laut, während auch Widerstand gegen bestimmte Bildungsreformen, wie die umstrittene LOMCE von 2013, mobilisierte. Im Hochschulbereich führte der Druck der Studierenden und der Eltern zu der Gründung einer vollständigen Universität in Las Palmas de Gran Canaria im Jahr 1989. Heute bieten die beiden öffentlichen Universitäten der Region eine breite Palette an Studiengängen für zehntausende von Studierenden an.
Quelle: eldiario.es
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