Das Cabildo von Teneriffa hat einen Vertrag zur Einführung eines bedarfsorientierten Nahverkehrssystems (Demand-Responsive Transport, DRT) in fünf ländlichen Gebieten der Insel vergeben. Dieses neue Angebot soll die Anbindung in Gemeinden mit geringer Bevölkerungsdichte verbessern und basiert auf einem digitalen, flexiblen Modell, das gezielt auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Bürger zugeschnitten ist.
Die fünf betroffenen Zonen umfassen die Gebiete Tacoronte – El Sauzal, Santa Úrsula – La Victoria – La Matanza, Los Silos – El Tanque – Garachico, La Guancha – San Juan de la Rambla sowie Arico – Fasnia und Güímar. Das Projekt sieht die Bereitstellung eines kostenlosen Rufbus-Services vor, der werktags von 6:00 bis 21:00 Uhr operiert. Je nach Gebiet stehen mindestens zwei Fahrzeuge, in Spitzenzeiten bis zu vier Fahrzeuge zur Verfügung. Die Investitionssumme beträgt über 2,5 Millionen Euro, und das Projekt ist zunächst auf vier Jahre angelegt, inklusive möglicher Verlängerungen.
Das Vorhaben baut auf dem bereits Anfang 2024 gestarteten Service in den Gemeinden Fasnia, Arico und Güímar auf. Dort konnte die Mobilität für mehr als 13.000 Bewohner verbessert werden, die in schwer zugänglichen Regionen leben. Das neue System soll nun auf insgesamt 14 Gemeinden ausgeweitet werden. Insgesamt könnten rund 54.106 Menschen von dem Angebot profitieren. Diese Zahl umfasst alle Personen oder Haushalte, die mehr als 400 Meter von Haltestellen mit gering frequentiertem Busverkehr (Frequenzen über 30 Minuten) entfernt wohnen.
Rosa Dávila, Präsidentin des Cabildo von Teneriffa, bezeichnete die Vergabe als einen entscheidenden Schritt zur Transformation des Mobilitätsmodells der Insel. „Wir bringen den öffentlichen Nahverkehr näher zu den Gebieten, in denen herkömmliche Angebote die Bedürfnisse der Bevölkerung nicht ausreichend abdecken“, so Dávila. Sie betonte, dass der bedarfsorientierte Transport eine innovative, effiziente und nachhaltige Lösung darstelle, die öffentliche Ressourcen optimal nutze und gleichzeitig die Lebensqualität für Tausende von Menschen verbessere.
Eulalia García, die zuständige Mobilitätsrätin, erläuterte, dass das neue System Technologie, persönlichen Service und operative Flexibilität kombiniere, um den Transportbedürfnissen jeder Region gerecht zu werden. Die Einführung einer technologischen Plattform sowie eines Nutzer-Supportzentrums soll die Verwaltung des Systems erleichtern. Über diese digitalen Angebote können Fahrten reserviert, koordiniert und in Echtzeit verfolgt werden.
Mit dem Ausbau des bedarfsorientierten Nahverkehrs verfolgt das Cabildo Teneriffas seine Strategie für nachhaltige Mobilität weiter. Das Ziel besteht darin, die territoriale Kohäsion zu stärken und effizientere, barrierefreie Transportalternativen zu schaffen, die den tatsächlichen Anforderungen der Einwohner entsprechen. Für Urlauber und Auswanderer auf Teneriffa bedeutet dies künftig mehr Flexibilität und bessere Erreichbarkeit auch in abgelegeneren Gegenden der Insel.
Quelle: tenerifeweekly.com
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