Der Servicio Canario de la Salud (SCS) hat einen entscheidenden Schritt bei der Stabilisierung seines Personals erreicht: Mehr als 9.800 Stellen sind inzwischen durch ein Auswahlverfahren (concurso de méritos) dauerhaft besetzt. Darunter befinden sich 1.300 feste Positionen für Ärzte und Fachärzte, die aus 47 abgeschlossenen Auswahlprozessen hervorgegangen sind. Diese Entwicklung stärkt die Kontinuität und Qualität der medizinischen Versorgung auf den Kanarischen Inseln erheblich.
Am 3. Juli 2026 informierte SCS-Direktor Adasat Goya bei einer Sitzung der Mesa Sectorial de Sanidad in Santa Cruz de Tenerife die Vertreter der Gewerkschaften über den aktuellen Stand. Neben den Ärzten wurden bereits über 3.100 Stellen in nicht-ärztlichen Gesundheitsberufen sowie im Verwaltungsbereich vergeben. Für Juli 2026 ist die Vergabe von weiteren rund 5.390 Stellen geplant, vor allem in den Pflegeberufen sowie in administrativen Funktionen. Insgesamt sollen von den etwa 12.400 vorgesehenen Stellen im öffentlichen Gesundheitsdienst der Kanaren die meisten dauerhaft besetzt werden.
Parallel zur Personalstabilisierung wird die digitale Verwaltung der Personalressourcen modernisiert. Im Juli 2026 startet die erste Phase des elektronischen Curriculums (ecurriculum). Dieses digitale Instrument ermöglicht es den Beschäftigten, ihre beruflichen Qualifikationen und Weiterbildungen zentral, strukturiert und aktuell zu verwalten. Die Einführung erfolgt schrittweise und soll die Abläufe bei Personalauswahl, Stellenbesetzung und beruflicher Entwicklung vereinfachen sowie die Effizienz der Verwaltung erhöhen.
Die dauerhafte Besetzung der Stellen trägt besonders in den weniger zentralen Regionen der Kanarischen Inseln zur Versorgungssicherheit bei. Dort erschwerte bislang der Fachkräftemangel die medizinische Betreuung. Für Patienten bedeutet dies stabilere Teams und eine verlässlichere Gesundheitsversorgung auf allen Inseln, auch in abgelegenen Gebieten.
Der Auswahlprozess umfasst bereits 82 Verfahren mit Prüfungsphasen (concurso-oposición). Weitere Stellenbesetzungen werden in den kommenden Monaten folgen, um offene Vakanzen zu schließen. Die Personalabteilung des SCS arbeitet gezielt daran, auch Positionen in peripheren Inselgebieten zu besetzen, die in der ersten Vergabe unbesetzt blieben. Dies soll die Stabilität der Belegschaften und die Qualität der Versorgung auf dem gesamten Archipel weiter verbessern.
Für die Beschäftigten bedeutet die Stabilisierung eine verbesserte Arbeitsplatzsicherheit. Zugleich fördert die Digitalisierung der Personalverwaltung eine transparentere und zeitgemäße Verwaltung ihrer beruflichen Daten. Langfristig unterstützt dies auch die individuelle Karriereentwicklung und erleichtert administrative Abläufe.
Hintergrund der Maßnahmen ist ein mehrjähriges Programm des SCS zur Reduzierung prekärer Beschäftigungsverhältnisse und zur Sicherung der Versorgungsqualität. Die Digitalisierung der Personalverwaltung ist Teil einer umfassenden Modernisierungsstrategie, die den öffentlichen Gesundheitsdienst auf den Kanarischen Inseln zukunftsfähig machen soll.
Für die Kanaren bedeutet das Programm eine nachhaltige Stärkung des öffentlichen Gesundheitswesens. Die Stabilisierung von über 9.800 Stellen und die Einführung des elektronischen Curriculums sind zentrale Schritte, um den Herausforderungen der Personalversorgung und Verwaltung zu begegnen. Die Maßnahmen sollen in den kommenden Jahren fortgesetzt werden, um die Gesundheitsversorgung auf allen Inseln dauerhaft zu sichern und zu verbessern.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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