Zunahme der Migrantenankünfte auf den Kanaren besorgt Behörden – Leben (Jugendliche Migranten)

Zunahme der Migrantenankünfte auf den Kanaren besorgt Behörden

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

12 Mai, 2026

In den ersten zehn Tagen des Mai 2023 ist die Zahl der Migranten, die mit Booten die Küsten der Kanaren erreichen, stark angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es einen Anstieg von 90 %, mit insgesamt 569 ankommenden Migranten. Dieser plötzliche Anstieg steht im krassen Gegensatz zu einem Rückgang der Ankünfte um über 60 % seit Jahresbeginn 2026, was die Situation umso alarmierender macht. Der Sprecher der regionalen Regierung, Alfonso Cabello, äußerte Besorgnis über diesen Trend und wies darauf hin, dass die aktuellen Bedingungen auf dem Meer, möglicherweise bedingt durch Wetterveränderungen oder wirtschaftliche Notlagen in den Herkunftsländern, zu diesem Anstieg beitragen könnten.

Am vergangenen Sonntag wurden über 200 Migranten in verschiedenen Booten betreut. Darunter war ein Boot mit etwa 125 Personen, das 17,5 Kilometer südöstlich von La Restinga auf El Hierro gerettet wurde. Die Zusammensetzung dieser Gruppe ist besonders besorgniserregend: 116 Männer, drei Frauen und sechs Minderjährige. Diese Zahlen verdeutlichen die prekäre Situation unbegleiteter Kinder, die auf gefährliche Reisen angewiesen sind. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 38 Minderjährige registriert, darunter mehrere Babys. Diese erschütternden Zahlen werfen ein Schlaglicht auf die humanitäre Krise, die sich in den Gewässern zwischen Afrika und Europa abspielt und die auch die Kanaren als Hauptziel betrifft.

Der Anstieg der Ankünfte erfolgt kurz vor dem Inkrafttreten des Europäischen Pakts für Migration und Asyl am 12. Juni. Dieser Pakt soll die Asylpolitik in Europa reformieren und einen gerechteren Umgang mit Migranten ermöglichen. Die Abgeordnete Cristina Valido von der kanarischen Partei CC hat bereits eine schriftliche Anfrage an das Ministerium für Inklusion, soziale Sicherheit und Migration gerichtet, um Informationen über die Umsetzung des Pakts zu erhalten. Die Unsicherheit über die bereitgestellten Ressourcen und klaren Protokolle von der zentralen Regierung macht die Situation auf den Kanaren, die als Hauptgrenze für Migrantenströme aus Subsahara-Afrika gelten, noch komplizierter.

Für die deutschsprachigen Leser auf den Kanaren ist diese Entwicklung von großer praktischer Bedeutung. Die Zunahme der Migrantenankünfte könnte nicht nur zu einem erhöhten Druck auf lokale Ressourcen führen, sondern auch soziale Spannungen hervorrufen. Viele Anwohner sorgen sich um die Auswirkungen auf das lokale Gesundheitssystem, die Schulen und die Verfügbarkeit von Wohnraum. Auch das touristische Image der Kanaren könnte unter einem Anstieg der Migrantenankünfte leiden, was für die Wirtschaft der Region von Bedeutung ist.

Die Situation erfordert ein sensibles und ausgewogenes Vorgehen, um sowohl den Bedürfnissen der Migranten gerecht zu werden als auch die Belange der ansässigen Bevölkerung zu berücksichtigen. Die kommenden Wochen und Monate werden entscheidend sein, um zu beobachten, wie die Behörden auf diese Herausforderung reagieren und welche Maßnahmen ergriffen werden, um eine humanitäre Katastrophe zu vermeiden.

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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