Diego Alejandro Chávez Mesa und sein Freund Alejandro Trujillo haben eine außergewöhnliche Herausforderung gemeistert: Sie sind in rund zwei Tagen eine etwa 320 Kilometer lange Runde um die Insel Teneriffa auf elektrischen Rollern gefahren. Die Tour begann am Freitag, dem 17. Juli, in Santa Cruz und endete am Sonntag, dem 19. Juli, um 17:35 Uhr wieder am Ausgangspunkt. Damit gelang ihnen, was bei zwei früheren Versuchen gescheitert war.
Die Idee zu der Tour entstand während eines Sommers in La Laguna, als die beiden jungen Männer aus Santa Cruz nach neuen Abenteuern suchten. Ihre Route führte sie vom Osten der Insel über den Nordwesten bis in den Süden Teneriffas und wieder zurück. Dabei wählten sie bewusst weniger befahrene Straßen, um den Autoverkehr zu vermeiden, stellten sich aber gleichzeitig der Herausforderung, dass die Batterien ihrer Scooter nur begrenzte Reichweiten hatten. Häufige Ladepausen waren daher notwendig und verlangten viel Durchhaltevermögen.
Ein erster gescheiterter Versuch 2021 endete in Icod de los Vinos, wo ein Motorschaden die Weiterfahrt unmöglich machte. Ein zweiter Versuch scheiterte aufgrund stürmischen Wetters, was die beiden aber nicht entmutigte. Die gesammelten Erfahrungen aus den Rückschlägen halfen ihnen, ihre Planung und das Batteriemanagement zu optimieren.
Während der Tour erlebten die beiden unter anderem eine Nacht in Icod de los Vinos, wo sie von Pfadfindern freundlich aufgenommen wurden, die ihnen das Aufladen der Scooter ermöglichten. Trotz technischer Probleme, wie dem plötzlichen Batterieverlust von Diegos Roller, schafften sie es, die Schwierigkeiten mit gegenseitiger Unterstützung zu überwinden. Die Strapazen führten zu großer Erschöpfung und sogar zu Halluzinationen, wie Diego später berichtete.
Auf einer Station in Santiago del Teide kamen sie mit Einheimischen ins Gespräch, die sie erkannten und ermutigten. Diese Begegnungen glichen kritischen Stimmen entgegen, die sie im Internet wegen unsicherer Fahrweise und Unfallgefahr ausgemacht hatten. Diego betonte, dass es wichtig sei, zwischen verantwortungsvollen Fahrern und rücksichtslosen Nutzern zu unterscheiden und dass die Regelungen für E-Scooter entsprechend angepasst werden sollten.
Die Tour verdeutlicht die Herausforderungen und das Durchhaltevermögen, die bei längeren Fahrten mit elektrischen Rollern auf Teneriffa nötig sind. Sie verbindet das moderne Fortbewegungsmittel mit der lokalen Identität und regt zur Diskussion über Sicherheit und nachhaltige Mobilität auf der Insel an. Für die beiden jungen Männer ist die erfolgreiche Umrundung nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch eine Geschichte von Freundschaft und Entdeckung, die sie mit der Region teilen.
Als nächster Schritt bleibt offen, wie sich die Infrastruktur und rechtlichen Rahmenbedingungen auf den Kanarischen Inseln weiterentwickeln, um solche Abenteuer künftig sicherer und zugänglicher zu machen. Die Erfahrungen von Diego und Alejandro könnten dabei wertvolle Impulse liefern.
Quelle: tenerifeweekly.com
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