Laut dem aktuellen Barometer des Selbständigenverbandes der Kanaren, das im ersten Quartal 2026 veröffentlicht wurde, halten 42,4% der Selbständigen auf den Kanaren die Einführung von Anreizen für die Einstellung des ersten Mitarbeiters für entscheidend. Der Bericht, der von der regionalen Wirtschaftsbehörde veröffentlicht wurde, gibt einen umfassenden Überblick über die aktuelle Lage der Selbständigen im Archipel, die durch wirtschaftliche Unsicherheiten geprägt ist. Manuel Domínguez, Vizepräsident der Regierung der Kanaren, betonte die Relevanz solcher Studien, um die Bedürfnisse des Sektors besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Das Barometer zeigt, dass 35,5% der Selbständigen planen, ihre Tätigkeit im Jahr 2026 fortzusetzen, während 28% mit Wachstum rechnen und 22% eine Verschlechterung ihrer Situation erwarten. Die Herausforderung der Mitarbeitereinstellung bleibt dabei zentral, da 74,3% der Befragten von steigenden Kosten berichten, wobei mehr als die Hälfte einen Anstieg von über 10% angibt. Infolgedessen haben 76,6% ihre Preise erhöht, um die Rentabilität ihrer Geschäfte aufrechtzuerhalten, eine Tendenz, die sich voraussichtlich fortsetzen wird.
Zudem äußern fast 90% der Befragten, dass die Maßnahmen der Zentralregierung unzureichend sind oder nicht auf die spezifischen Bedürfnisse der Selbständigen auf den Kanaren abgestimmt sind. Zu den Hauptforderungen zählen die Reduzierung bürokratischer Hürden (45,7%), die Befreiung von der IGIC-Steuer für Einkünfte unter 85.000 Euro sowie die Vereinfachung steuerlicher Verfahren. Der kanarische Regierungsrat hebt hervor, dass bestehende politische Maßnahmen, wie der Plan Respaldo Autónomo, auf diese Anforderungen ausgerichtet sind und zukünftige Initiativen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Unterstützung bei Einstellungen geplant sind.
Quelle: La Voz de Fuerteventura
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