42,4% der Selbständigen auf den Kanaren fordert Anreize für Einstellungen – Wirtschaft (Fallback Buero)

42,4% der Selbständigen auf den Kanaren fordert Anreize für Einstellungen

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

29 April, 2026

Laut dem aktuellen Barometer des Selbständigenverbandes der Kanaren, das im ersten Quartal 2026 veröffentlicht wurde, halten 42,4% der Selbständigen auf den Kanaren die Einführung von Anreizen für die Einstellung des ersten Mitarbeiters für entscheidend. Der Bericht, der von der regionalen Wirtschaftsbehörde veröffentlicht wurde, gibt einen umfassenden Überblick über die aktuelle Lage der Selbständigen im Archipel, die durch wirtschaftliche Unsicherheiten geprägt ist. Manuel Domínguez, Vizepräsident der Regierung der Kanaren, betonte die Relevanz solcher Studien, um die Bedürfnisse des Sektors besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Die Situation auf den Kanaren ist für viele Selbständige eine Herausforderung. Der Tourismussektor, der traditionell das Rückgrat der lokalen Wirtschaft bildet, hat in den letzten Jahren unter verschiedenen Druckfaktoren gelitten, darunter die Auswirkungen der Pandemie und steigende Lebenshaltungskosten. Diese Unsicherheiten spiegeln sich auch in den Ergebnissen des Barometers wider. So planen 35,5% der Selbständigen, ihre Tätigkeit im Jahr 2026 fortzusetzen, während 28% mit Wachstum rechnen und 22% eine Verschlechterung ihrer Situation erwarten.

Die Herausforderung der Mitarbeitereinstellung bleibt dabei zentral. 74,3% der Befragten berichten von steigenden Kosten, wobei mehr als die Hälfte einen Anstieg von über 10% angibt. Diese Preissteigerungen wirken sich nicht nur auf die Rentabilität der Geschäfte aus, sondern auch auf die Kaufkraft der Verbraucher. Infolgedessen haben 76,6% ihre Preise erhöht, um die Rentabilität ihrer Geschäfte aufrechtzuerhalten, eine Tendenz, die sich voraussichtlich fortsetzen wird. Für deutschsprachige Leser auf den Kanaren, die oft in der Gastronomie oder im Dienstleistungssektor tätig sind, bedeutet dies, dass sie sich auf höhere Preise einstellen müssen, was potenziell die Besucherzahlen beeinflussen könnte.

Zudem äußern fast 90% der Befragten, dass die Maßnahmen der Zentralregierung unzureichend sind oder nicht auf die spezifischen Bedürfnisse der Selbständigen auf den Kanaren abgestimmt sind. Die Forderung nach einer Reduzierung bürokratischer Hürden (45,7%) und einer Befreiung von der IGIC-Steuer für Einkünfte unter 85.000 Euro ist dabei besonders relevant. Diese steuerlichen Erleichterungen könnten es vielen Selbständigen erleichtern, ihre Geschäfte zu führen und neue Mitarbeiter einzustellen. Auch die Vereinfachung steuerlicher Verfahren wird als notwendig erachtet, um den administrativen Aufwand zu verringern.

Der kanarische Regierungsrat hebt hervor, dass bestehende politische Maßnahmen, wie der Plan Respaldo Autónomo, auf diese Anforderungen ausgerichtet sind und zukünftige Initiativen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Unterstützung bei Einstellungen geplant sind. Für die deutschsprachigen Selbständigen auf den Kanaren könnte dies bedeuten, dass sie in naher Zukunft von gezielten Unterstützungsmaßnahmen profitieren, die es ihnen ermöglichen, ihre Geschäfte auszubauen und gleichzeitig den Herausforderungen des Marktes besser zu begegnen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu beobachten, ob und wie die Regierung auf die Bedürfnisse der Selbständigen reagiert.

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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