La Gomera fordert inklusive und sichere Insel beim LGBTIQ+ Pride 2026 – Divers / Vermischtes (Pride)

La Gomera fordert inklusive und sichere Insel beim LGBTIQ+ Pride 2026

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

27 Juni, 2026

La Gomera hat sich am Freitag im Parque de la Torre del Conde klar für eine freie, gerechte und inklusive Gesellschaft ausgesprochen. Das Cabildo und die Asociación Pluma organisierten eine offizielle Veranstaltung zum Leseakt des Manifests zum LGBTIQ+ Pride 2026, an der neben Insel- und Kommunalvertretern auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie verschiedene Gruppen teilnahmen. Im Mittelpunkt stand die Forderung nach Gleichberechtigung, Vielfalt und der Kampf gegen Diskriminierung und Hassreden.

Die Veranstaltung betonte die Bedeutung, die Rechte der LGBTIQ+-Gemeinschaft zu schützen und auszubauen. Der Präsident des Cabildo de La Gomera, Casimiro Curbelo, sowie die Sozialbeauftragte Rosa Elena García und die Bürgermeisterin von San Sebastián de La Gomera, Angélica Padilla, unterstrichen den politischen Willen der Inselverwaltung, die Inklusion voranzutreiben und sichere Räume für alle Menschen zu schaffen – unabhängig von sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität oder -ausdruck.

Das vorgelesene Manifest, dargeboten von Alex Mercurio, einem lokalen Transformisten, und Charlie Marrero, einem Aktivisten, stellte heraus, dass der Pride keine bloße Modeerscheinung oder ein leerer Kalendereintrag sei. Vielmehr gehe es um Erinnerung, Würde, kollektiven Kampf und eine zukunftsorientierte Gesellschaft. Besonders hervorgehoben wurde die fünfjährige Arbeit der Asociación Pluma, die mit Beratung, Begleitung und Bildungsarbeit entscheidend dazu beiträgt, La Gomera zu einem lebenswerteren und gleichberechtigten Ort zu machen.

Das Manifest erinnerte auch an die Menschen, die in Zeiten von Angst, Gewalt und Ausgrenzung den Weg für die heutigen Errungenschaften geebnet haben. Die Bewahrung dieser Erinnerung gilt als wichtige Gerechtigkeitsmaßnahme, um Rückschritte zu verhindern. Das Dokument warnte vor der Wiederkehr von Hassreden, die sich als Meinungen tarnen, und machte auf die anhaltenden Übergriffe und Diskriminierungen aufmerksam, denen LGBTIQ+-Personen ausgesetzt sind.

Die Forderungen des Manifests richten sich neben der Gesellschaft auch an die Institutionen. Es verlangt sichere, zugängliche Begegnungsräume für die LGBTIQ+-Community auf der Insel sowie die Einrichtung spezialisierter Unterstützungsdienste in den Bereichen Soziales, Bildung, Gesundheit, Psychologie, Gemeinschaft und Verwaltung. Ebenso soll die öffentliche Verwaltung besser an die Lebensrealitäten der Community angepasst werden. Dazu gehört die Überarbeitung von Formularen, Prozessen und Protokollen, inklusive einer geschulten Belegschaft und der Anerkennung vielfältiger Familien- und Geschlechterformen.

Ein bedeutender Schritt auf La Gomera ist die Gründung des Netzwerks GomerArcoíris. Dieses bündelt die Zusammenarbeit zwischen der Asociación Pluma, den Gemeinden und dem Cabildo, um eine gemeinsame Sicht auf sexuelle, geschlechtliche und familiäre Vielfalt zu fördern. Besonders die Einbindung der Schulen spielt eine zentrale Rolle, denn Bildungseinrichtungen gelten als Schlüssel, um Respekt zu vermitteln, Gewalt vorzubeugen und junge Menschen in ihrer Vielfalt zu begleiten.

Die Veranstaltung endete musikalisch mit einem Auftritt der Sängerin Regina Morales und einer gemeinsamen Gruppenaufnahme aller Beteiligten. Die Botschaft des Tages war eindeutig: La Gomera will eine vielfältige, mutige und inklusive Insel bleiben, die stolz auf ihre Errungenschaften ist und keinen Schritt zurückgeht.

Die Aktivitäten zum Pride werden am 29. Juni in Alajeró fortgesetzt. Dort finden unter anderem Kinderworkshops unter dem Motto „Somos Arcoíris“ statt, die spielerisch Vielfalt und Akzeptanz vermitteln sollen. Am Abend lädt die Plaza del Carmen zu weiteren Veranstaltungen ein, die das Thema weiter in die Öffentlichkeit tragen und das gesellschaftliche Bewusstsein stärken sollen.

Für Bewohner, Urlauber und potenzielle Auswanderer auf La Gomera bedeutet das Engagement der Insel eine klare Botschaft: Vielfalt wird hier nicht nur toleriert, sondern aktiv gefördert. Dies schafft eine Atmosphäre, in der alle Menschen – unabhängig von ihrer Identität – sicher und respektiert leben können. Die konsequente Umsetzung der Forderungen könnte zudem den sozialen Zusammenhalt stärken und La Gomera als Vorreiter für Gleichberechtigung auf den Kanaren positionieren.

Quelle: gomeratoday.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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