Der Sommerurlaub auf den Kanarischen Inseln wird in diesem Jahr deutlich kostspieliger. Besonders in beliebten Küstenregionen von Gran Canaria und Teneriffa klettern die Preise für Ferienwohnungen auf bis zu 1.100 Euro pro Woche. Das zeigt ein aktueller Bericht von Grupo Tecnitasa, der die Entwicklung der Mietpreise in den touristischen Hotspots der Inseln untersucht.
Gran Canaria, bekannt für seine vielfältigen Strände und das lebhafte Nachtleben, meldet moderate, aber spürbare Preiserhöhungen. Ein 35 Quadratmeter großes Apartment in Playa del Inglés, einem der klassischen Urlaubsorte im Süden, kostet aktuell rund 800 Euro pro Woche. Noch höher sind die Preise in Mogán und San Agustín, wo 40 bis 70 Quadratmeter große Ferienwohnungen für bis zu 1.100 Euro je Woche vermietet werden. Auch in Las Palmas, genauer gesagt im Stadtteil Las Canteras, liegt der Wochenpreis für eine 40 Quadratmeter große Unterkunft bei etwa 850 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Mieten hier um 5 bis 8 Prozent, was einer Steigerung von 40 bis 85 Euro pro Woche entspricht.
Auf Teneriffa zeigt sich ein ähnliches Bild, wenngleich die Preisanstiege etwas moderater ausfallen. An der beliebten Südküste in Costa Adeje kostet eine 50 Quadratmeter große Ferienwohnung etwa 1.000 Euro pro Woche, während in Los Cristianos rund 950 Euro fällig werden. Im Norden der Insel, beispielsweise in Puerto de la Cruz, sind die Preise mit 775 Euro pro Woche deutlich niedriger. Die Mieterhöhungen auf Teneriffa bewegen sich meist unter 5 Prozent, mit Zuwächsen von 30 bis 55 Euro im Vergleich zum Vorjahr.
Die Zahlen spiegeln die starke Nachfrage nach Unterkünften in den besten Lagen wider, besonders an den Küsten mit direktem Strandzugang. Trotz der Preisanstiege verlangsamt sich das Wachstum im touristischen Mietmarkt. Im April verzeichneten die Kanarischen Inseln einen Rückgang der Touristenzahlen um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Ausgaben der Besucher sanken um 6,8 Prozent. Dies stellt eine ungewöhnliche Entwicklung dar, da seit 2019 – abgesehen von den Pandemie-Jahren – die Touristenzahlen kontinuierlich gestiegen waren.
Die Kanarischen Inseln gehören bei den Mietpreiserhöhungen in Spanien zu einer Gruppe mit moderaten Steigerungen zwischen 5 und 8 Prozent. Deutlich größere Preissprünge verzeichnen einige Festlandsregionen wie Granada und Alicante, wo die Mieten um über 8 Prozent zulegten. Die Inseln stehen damit in einer Reihe mit Barcelona und den Balearen, während Provinzen wie Santa Cruz de Tenerife und Huelva Zuwächse von unter 5 Prozent registrieren.
Für Urlauber, Auswanderer und Bewohner der Kanaren bedeutet das vor allem eines: Wer in diesem Sommer eine Ferienwohnung direkt am Strand mieten möchte, muss mit höheren Kosten rechnen. Die Nachfrage nach erstklassigen Lagen bleibt hoch, was die Preise für Wohnungen in beliebten Urlaubsregionen nach oben treibt. Gran Canaria mit seinen Hotspots Mogán, San Agustín und Playa del Inglés sowie der Süden Teneriffas sind die teuersten Gegenden für Ferienunterkünfte. Wer etwas sparen möchte, findet im Norden Teneriffas noch vergleichsweise günstigere Angebote.
Insgesamt zeigt sich, dass trotz eines leichten Rückgangs der Touristenzahlen die Kanarischen Inseln als Reiseziel nach wie vor gefragt sind. Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Region wirkt sich weiterhin stark auf die Mietpreise aus. Urlauber sollten daher frühzeitig planen und mit höheren Budgets für Unterkünfte rechnen, wenn sie in diesem Sommer an den Stränden der Kanaren entspannen wollen.
Quelle: tenerifeweekly.com
Zum Original