Die Kanarischen Inseln setzen verstärkt auf nachhaltige Wirtschaft: Bei der fünften Ausgabe der Premios Canarias de Economía Sostenible ehrten CaixaBank und die Fundación La Caja de Canarias vier herausragende Projekte, die mit innovativen Ansätzen den ökologischen Wandel fördern. Die Preisverleihung fand im Centro de Iniciativas Culturales de la Fundación La Caja de Canarias (CICCA) statt und zog zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an.
Die Auszeichnungen würdigten Unternehmen und Initiativen, die aktiv gegen den Klimawandel vorgehen, die Biodiversität schützen und die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft auf den Kanaren voranbringen. In der Kategorie „Grün“ gewann das Projekt „Agrivoltaica“ des Grupo Félix Santiago Melián. Dieses kombiniert die Produktion von Solarenergie mit der Entsalzung von Brackwasser durch Umkehrosmose, um landwirtschaftliche Flächen nachhaltig mit Wasser zu versorgen. Damit entsteht eine doppelte Nutzung von Ressourcen, die besonders auf den Inseln mit begrenzten Wasserreserven von großer Bedeutung ist.
Der Preis in der Kategorie „Blau“ ging an „P-Demo“ von Floating Power Plant Canarias. Dieses Projekt gilt als weltweit erster Demonstrator, der schwimmende Offshore-Windenergieanlagen mit der Speicherung von Energie in Form von grünem Wasserstoff auf einer einzigen Plattform vereint. Damit setzt die Initiative neue Maßstäbe in der Nutzung erneuerbarer Energien und der Speicherung von Strom, was für die Inseln mit ihrem hohen Energiebedarf und der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ein wichtiger Schritt ist.
In der Kategorie „Wissenschaft und Technik Eco“ wurde „Kanara“ von Vulkania Labs ausgezeichnet. Die biotechnologische Innovation ermöglicht die Gewinnung von pflanzlichen Wirkstoffen mittels In-vitro-Zellkulturen. Diese Methode findet Anwendung in Medizin, Ernährung und Kosmetik und bietet eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Extraktionsverfahren, die oft mit hohem Ressourcenverbrauch verbunden sind.
Für die Kategorie „Kreislaufwirtschaft“ erhielt das Gemeinschaftsprojekt „Valorización de vidrio reciclado en pavimentos continuos Byo Eco“ von Byond und Canary Concrete (Grupo Satocan) den Preis. Dabei wird recyceltes Glas in durchgehenden Bodenbelägen verarbeitet, die bereits in verschiedenen Bauvorhaben auf Gran Canaria und Teneriffa eingesetzt werden. Dieses Verfahren trägt wesentlich zur Reduzierung von Abfällen und zur Wiederverwertung von Materialien bei.
Fernando Fernández, Geschäftsführer der Fundación La Caja de Canarias, hob die Rekordbeteiligung von rund 50 eingereichten Projekten hervor – die höchste Zahl seit Bestehen der Auszeichnung. Er betonte die besondere Bedeutung nachhaltigen Wachstums für die Kanaren, deren Insellage und natürliche Gegebenheiten eine ressourcenschonende Entwicklung unumgänglich machen. Zudem unterstrich er die Rolle der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Institutionen und der Privatwirtschaft, um den ökonomischen Wandel zu beschleunigen.
Miriam Falcón, Vertriebsleiterin für das Filialnetz von CaixaBank in der Provinz Las Palmas, erklärte, dass sich die Preise als feste Größe auf den Kanaren etabliert haben. Sie würdigen Unternehmen, die wirtschaftliches Wachstum mit Umweltschutz verbinden und den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Geschäftsmodelle stellen.
Das Kuratorium, bestehend aus Vertretern der beiden öffentlichen kanarischen Universitäten (ULPGC und ULL), CEOE-Tenerife, der Confederación Canaria de Empresarios sowie von CaixaBank und der Fundación La Caja de Canarias, bewertete die Projekte nach ihrem Beitrag zur ökologischen Transformation, Innovationskraft und ihrem Potenzial für eine wettbewerbsfähige, kreislauforientierte Wirtschaft. Die Premios Canarias de Economía Sostenible tragen dazu bei, die ökologische Umstellung auf den Inseln zu fördern und die Kanaren als Vorreiter einer nachhaltigen Inselwirtschaft zu positionieren. Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet dies Fortschritte bei grüner Energie, Ressourceneffizienz und einem bewussten Umgang mit der Natur – zentrale Faktoren für die Zukunftsfähigkeit des Archipels.
Quelle: lavozdefuerteventura.com
Zum Original