Teneriffas Cabildo hat ein neues Kommunal-Kooperationsprogramm für die Jahre 2027 bis 2031 vorgestellt, das die Unterstützung für die lokalen Gemeinden auf über 80 Millionen Euro anhebt – eine Steigerung um 20 Millionen Euro im Vergleich zum vorherigen Programm. Die Präsentation erfolgte bei der Sitzung des Insularen Rates für territoriale Verwaltung (CIATT) in Santa Cruz de Tenerife. Ziel des Plans ist es, die Zusammenarbeit zwischen dem Inselrat und den Gemeinden zu intensivieren und gezielt Investitionen zu fördern, die die Lebensqualität der Einwohner verbessern.
Rosa Dávila, Präsidentin des Cabildos, unterstrich die Bedeutung des Programms als Instrument zur Stärkung der lokalen Verwaltung und zur Bereitstellung zusätzlicher Finanzmittel. Besonders wichtig sind dabei Projekte, die die Infrastruktur betreffen und für die Bürger spürbare Verbesserungen bringen. Ihr Stellvertreter Lope Afonso hob hervor, dass das Programm insbesondere Maßnahmen im Bereich der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung fördern wird. Diese Bereiche seien entscheidend für die nachhaltige Entwicklung der Insel und die Einhaltung europäischer Umweltstandards.
Ein Schwerpunkt des neuen Plans liegt auf der Sanierung der Abwassersysteme, um die Einleitung von unbehandeltem Abwasser in die Küstengewässer Teneriffas zu verhindern. Dies ist Teil eines ehrgeizigen Vorhabens, die Umweltqualität an den Stränden und im Meer zu verbessern, was auch für den Tourismus von großer Bedeutung ist. Der neue Verteilungsmechanismus der Mittel soll fairer gestaltet werden, um besonders Gemeinden mit geringeren finanziellen Ressourcen stärker zu unterstützen und so regionale Ungleichheiten abzubauen.
Sonia Hernández, zuständige Rätin für kommunale Zusammenarbeit und Wohnungswesen, erläuterte bei der Sitzung die Prioritäten der Investitionen und stellte einen Bericht zur Wirkung des Kanarischen Entwicklungsfonds (FDCAN) vor. Der Fonds hat seit seinem Bestehen über 1,139 Milliarden Euro in mehr als 2.700 Projekte auf Teneriffa investiert. Insgesamt wurden fast 5.000 Initiativen gefördert, die die Infrastruktur verbessern, Innovationen vorantreiben und Arbeitsplätze schaffen.
Die Präsidentin des Cabildos lobte den FDCAN als ein wirkungsvolles Instrument, das die Zusammenarbeit zwischen dem Inselrat und den Gemeinden auf der Insel entscheidend verbessert hat. Durch diese Kooperation konnten öffentliche Dienstleistungen ausgebaut und die Lebensqualität der Bevölkerung nachhaltig gesteigert werden. Die Investitionen haben auch dazu beigetragen, Teneriffa als attraktiven Standort für Innovationen und wirtschaftliche Entwicklung zu positionieren.
Abschließend informierte Finanzrat Juan Carlos Pérez Frías über geplante Maßnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Herausforderungen, die durch die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten verursacht werden. Angesichts steigender Energiepreise und der damit verbundenen Belastung für Haushalte und öffentliche Verkehrsmittel betonte Dávila, dass der Inselrat die Entwicklung der Kraftstoffpreise genau beobachten werde. Ziel sei es, die Kostensteigerungen für Familien abzufedern, ohne die Gemeinden oder die Bürger direkt zusätzlich zu belasten.
Das Programm sieht zudem vor, den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern, um die Mobilität auf der Insel zu fördern und gleichzeitig die Belastung durch steigende Preise zu verringern. Insgesamt zeigt der neue Kooperationsplan eine klare Ausrichtung auf nachhaltige Entwicklung, soziale Gerechtigkeit und Umweltverträglichkeit – zentrale Themen für die Zukunft Teneriffas und seiner Bewohner.
Für deutsche Urlauber, Auswanderer und Einwohner auf Teneriffa bedeutet dies konkret, dass in den kommenden Jahren mit spürbaren Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr, der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung zu rechnen ist. Diese Maßnahmen tragen nicht nur zum Umweltschutz bei, sondern erhöhen auch die Lebensqualität auf der Insel deutlich. Gleichzeitig sichert die faire Mittelverteilung auch kleineren Gemeinden eine bessere finanzielle Ausstattung, was die regionale Entwicklung insgesamt stärkt.
Quelle: tenerifeweekly.com
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