Die Bildung auf den Kanarischen Inseln soll erneut eine zentrale Rolle in der regionalen Politik einnehmen. Ángel Víctor Torres, Generalsekretär des PSOE Canarias, kündigte nach einem Treffen mit Vertretern von Gewerkschaften, der Plattform für 5% Bildung und dem Kanarischen Bildungsausschuss an, die Bildungsinvestitionen weiter zu erhöhen und die Arbeit des früheren Pacto de las Flores fortzusetzen.
Zwischen 2019 und 2023 stieg der Anteil der öffentlichen Ausgaben für Bildung am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 3,6 auf 4,6 Prozent – ein bisheriger Höchstwert für die Region. Das Ziel ist, den gesetzlich festgelegten Anteil von fünf Prozent zu erreichen, der in der kanarischen Bildungsgesetzgebung verankert ist. Torres betonte, dass diese Entwicklung noch nicht abgeschlossen sei und der PSOE die Investitionen weiter ausbauen wolle.
Die aktuelle Regierung unter Fernando Clavijo wird kritisiert, da sie Bildung nicht mehr als Priorität behandele. Die Haushaltsplanung sieht eine Bildungsfinanzierung von unter vier Prozent des BIP vor, was deutlich unter dem gesetzlich vorgesehenen Wert liegt. Zudem werde die öffentliche Bildung durch fiskalische und haushaltspolitische Entscheidungen geschwächt, während andere Bereiche bevorzugt würden.
Im Gespräch wurden außerdem Herausforderungen wie die frühkindliche Bildung von null bis drei Jahren, die Finanzierung der öffentlichen Universitäten, steigende Schulabbruchquoten sowie die Transparenz bei Fördermitteln für private Schulen thematisiert.
Torres hob den Beitrag der spanischen Zentralregierung hervor, die in den letzten Jahren die Bildungsfinanzierung auf den Kanarischen Inseln erhöht hat. Kürzlich wurden rund neun Millionen Euro bereitgestellt, um nichtuniversitäre Bildungseinrichtungen an steigende Temperaturen anzupassen und deren Nachhaltigkeit zu verbessern. Unter dem Pacto de las Flores war es zudem gelungen, mehr als 3.000 Lehrkräfte einzustellen und über 2.000 Arbeitsplätze im Lehrpersonal zu stabilisieren.
Für die Bevölkerung auf den Kanaren bedeutet die Ankündigung des PSOE eine mögliche politische Wende hin zu einer verstärkten Förderung des öffentlichen Bildungswesens. Dies könnte sich direkt auf die Qualität und Chancengleichheit im Bildungssystem auswirken, von der Kinder, Jugendliche, Familien und Lehrkräfte profitieren.
Der PSOE Canarias plant, in der kommenden Legislaturperiode das Bildungsbudget schrittweise auf den gesetzlich verankerten Wert von fünf Prozent des BIP anzuheben. Ob diese Vorhaben umgesetzt werden, hängt von der politischen Mehrheitslage und der Priorisierung der Bildung in der regionalen Regierung ab.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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