Die Regierung der Kanarischen Inseln hat ein Budget von 86,65 Millionen Euro freigegeben, um über ein dynamisches Beschaffungssystem lebenswichtige Medikamente für das regionale Gesundheitssystem bereitzustellen. Dieses System ermöglicht es, die Versorgung der neun Krankenhäuser des Gesundheitsdienstes der Kanarischen Inseln (SCS) flexibel und bedarfsgerecht zu gestalten. Zum Medikamentensortiment gehören unter anderem Albumin, Gerinnungsfaktoren, Eisenpräparate, Immunoglobuline und Botulinumtoxin, die unter anderem für die Behandlung von Erkrankungen wie Hämophilie unverzichtbar sind. Die dynamische Beschaffung berücksichtigt die Besonderheiten des Arzneimittelmarktes, wie unterschiedliche Produktvarianten und Konzentrationen, und erlaubt eine Anpassung an die tatsächlichen medizinischen Bedürfnisse.
Parallel dazu wurde eine Investition von rund 6,46 Millionen Euro für die Renovierung des Kühlungssystems im Universitätskrankenhaus Dr. Negrín auf Gran Canaria bewilligt. Dieses Projekt, das durch das europäische Canarias FEDER Programm 2021-2027 mitfinanziert wird, sieht den Austausch der bisherigen Luft-Wasser-Kühlgeräte durch moderne Wasser-Wasser-Kältemaschinen vor. Dadurch soll die Energieeffizienz deutlich verbessert und die Umweltbelastung reduziert werden. Die Sanierung zielt darauf ab, die thermischen Anforderungen des Krankenhauses nachhaltiger zu erfüllen und innerhalb eines Jahres abgeschlossen zu sein.
Diese Maßnahmen stärken nicht nur die medizinische Versorgung der Inselbewohner und Besucher, sondern fördern auch eine umweltbewusste Krankenhausinfrastruktur. Die flexible Medikamentenbeschaffung ermöglicht es, auf Marktveränderungen und unterschiedliche Patientenerfordernisse schnell zu reagieren, während die Modernisierung des Dr. Negrín Krankenhauses die Betriebssicherheit und Nachhaltigkeit erhöht. Die Kombination aus verbesserter Versorgung und nachhaltiger Technik ist ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung des Gesundheitssektors auf den Kanarischen Inseln.
Die dynamische Beschaffung wird zunächst für zwei Jahre gelten, mit der Möglichkeit einer Verlängerung um weitere drei Jahre. Das Kühlungsprojekt wird in den kommenden zwölf Monaten umgesetzt. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um sowohl die Behandlungsmöglichkeiten als auch die Umweltbilanz der Gesundheitsversorgung auf den Kanaren deutlich zu verbessern.
Quelle: tenerifeweekly.com
Zum Original