Die Denomination für den Majorero-Käse feiert ihr 30-jähriges Bestehen und hebt den Stellenwert eines der bekanntesten Produkte Fuerteventuras hervor. Esteban Alberto, Präsident des Regulierungsausschusses, äußerte jedoch während der Eröffnung der FEAGA 2026 Besorgnis über die Zukunft der Ziegenhaltung. Er wies auf grundlegende Herausforderungen hin, darunter den Mangel an Nachwuchs und Arbeitskräften sowie die geopolitische Unsicherheit, die die Branche belasten.
Alberto betonte, dass die Arbeit des Regulierungsausschusses entscheidend für die Stabilität und Qualität der Käseproduktion war. Der Ausschuss hat Standards festgelegt, die die Herstellung des Majorero-Käses regeln und dessen Bekanntheit sowohl in Spanien als auch international gefördert haben. Trotz dieser Erfolge warnte Alberto, dass die Zukunft des Sektors unsicher ist und dass umfassende politische Maßnahmen erforderlich sind, um die Ziegenhaltung zu unterstützen.
Die steigenden Produktionskosten, insbesondere bei Treibstoffen, haben bereits Auswirkungen gezeigt, während die Futterpreise noch nicht in gleichem Maße gestiegen sind. Alberto machte deutlich, dass der Rückgang der Ziegenhaltung in Spanien alarmierend ist und viele Betriebe in den kommenden Jahren Schwierigkeiten haben werden, die Versorgung sicherzustellen.
Er hob hervor, dass die Herausforderungen nicht nur wirtschaftlicher Natur sind, sondern auch strukturelle und gesellschaftliche Aspekte umfassen. Um die Branche für junge Menschen attraktiver zu machen, plädierte er für eine Automatisierung der Landwirtschaft und einen kulturellen Wandel in der Wahrnehmung des primären Sektors. Alberto schloss mit der Warnung, dass ohne einen grundlegenden Wandel im Diskurs über die Landwirtschaft die Zukunft des Sektors düster aussehen könnte.
Quelle: La Voz de Fuerteventura
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