Ärztestreik belastet Kanarische Inseln massiv – Gesundheitsministerin fordert Lösung – Gesundheit (Fallback Gesundheit)

Ärztestreik belastet Kanarische Inseln massiv – Gesundheitsministerin fordert Lösung

User avatar placeholder
Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

11 Juli, 2026

Der anhaltende Ärztestreik in Spanien führt auf den Kanarischen Inseln zu erheblichen Einschränkungen in der medizinischen Versorgung. Seit sechs Monaten mussten knapp 80.000 medizinische Termine abgesagt werden, was Patienten vor große Probleme stellt und das Gesundheitssystem stark belastet. Die Gesundheitsministerin der Kanarischen Inseln, Esther Monzón, hat sich deshalb gemeinsam mit den Gesundheitsministern aller autonomen Gemeinschaften Spaniens im Interterritorialen Rat des Nationalen Gesundheitssystems (SNS) für eine schnelle Beilegung des Konflikts ausgesprochen.

Im Mittelpunkt des Streits steht das Anteproyecto del Estatuto Marco, eine grundlegende staatliche Regelung für das Personal im Gesundheitsdienst, deren Aktualisierung derzeit für Meinungsverschiedenheiten zwischen den Ärzten und dem spanischen Gesundheitsministerium sorgt. Die autonomen Gemeinschaften sehen die Notwendigkeit, dass das Gesundheitsministerium den Dialog mit allen Beteiligten wieder aufnimmt und die für Personalressourcen zuständige Kommission einbezieht, um eine einvernehmliche Lösung zu finden und weitere Streiks zu verhindern.

Bei der jüngsten Sitzung des Interterritorialen Rates wurde ein gemeinsamer Maßnahmenkatalog vorgestellt, der auf intensiven Beratungen beruht. Die Gesundheitsminister fordern darin unter anderem, dass das Ministerium den Verhandlungsprozess neu ausrichtet, die technische Expertise der Kommission würdigt und eine wirtschaftliche Bewertung der geplanten Änderungen vorlegt. Nur so könne das zukünftige Statut rechtlich sicher und praktikabel umgesetzt werden.

Monzón betonte ihre Besorgnis über das bisherige Festhalten des Ministeriums an seiner Position, das die Gefahr birgt, dass der landesweite Ärztestreik fortgesetzt wird, selbst wenn die Regionen einzelne Verbesserungen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten umsetzen. Durch die anhaltenden Arbeitsniederlegungen entsteht auf den Kanarischen Inseln ein erheblicher Rückstau an medizinischen Leistungen, der dringend abgebaut werden muss.

Bereits im März hatten die Kanarischen Inseln zusammen mit Euskadi und Castilla-La Mancha in einem Schreiben an das Gesundheitsministerium die Einrichtung einer unabhängigen Vermittlungsstelle vorgeschlagen, um den Dialog zu erleichtern und den Konflikt zu entschärfen. Diese Initiative zeigt, dass die Regionen aktiv nach Lösungen suchen, die den Interessen der Ärzte und der Patienten gleichermaßen gerecht werden.

Die Bedeutung dieser Einigung ist für die Kanarischen Inseln groß, da eine nachhaltige Stabilisierung der Gesundheitsversorgung entscheidend für die Lebensqualität der Einwohner und die Sicherheit der Urlauber ist. Die nächsten Verhandlungsrunden werden zeigen, ob das Ministerium den Appellen der autonomen Gemeinschaften folgt und eine Einigung erzielt, die den Streik beendet und die medizinische Betreuung wieder gewährleistet.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
Zum Original

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

Deutschsprachige Kleinanzeigen für alle Kanaren-Inseln: Immobilien, Jobs, Fahrzeuge, Dienstleistungen und mehr – jetzt Angebote entdecken oder kostenlos inserieren.

→ Anzeigen entdecken