Die Polizei in Santa Cruz de Tenerife hat drei Personen festgenommen, die verdächtigt werden, in zwei Freizeiteinrichtungen im Süden Teneriffas sexuelle Ausbeutung, Prostitution und Korruption von Minderjährigen betrieben zu haben. Im Zuge der Ermittlungen konnte zudem eine minderjährige Opferperson aus dieser Situation befreit werden. Die Straftaten sollen sich zwischen 2022 und 2024 ereignet haben. Die Ermittlungen begannen im Mai 2026, nachdem Hinweise auf die Ausbeutung und Prostitution von Minderjährigen und Frauen eingegangen waren. Die betroffenen Lokale gaben vor, legale Freizeitbetriebe zu sein, dienten jedoch tatsächlich der erzwungenen sexuellen Ausbeutung von Frauen. Die Opfer, darunter auch Minderjährige und besonders verletzliche Personen, wurden einem strengen Kontrollregime unterworfen. Dazu gehörte ein festgelegter Arbeitszeitplan sowie ein internes Disziplinarsystem mit zahlreichen Verpflichtungen und häufigen Sanktionen, oft in Form von Geldstrafen. Diese Maßnahmen sollten die Kontrolle über die Betroffenen weiter verschärfen. Nach Erhalt der erforderlichen richterlichen Genehmigung führte die Polizei Durchsuchungen in den beiden Lokalen durch. Die Festgenommenen wurden den zuständigen Justizbehörden übergeben. Die Ermittlungen laufen weiterhin, um weitere Opfer zu identifizieren und weitere Täter zu ermitteln. Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf Teneriffa verdeutlicht der Fall die ernsthafte Gefahr krimineller Strukturen, die sich hinter scheinbar legalen Betrieben verbergen können. Die Polizei appelliert zur Wachsamkeit und kündigt an, die Aufklärung solcher Netzwerke auch künftig mit Nachdruck voranzutreiben.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
Zum Original