In Telde auf Gran Canaria wurde ein 45-jähriger Mann festgenommen, der sich als „französischer Arzt“ ausgab und spiritistische Heilmethoden anbot. Die Guardia Civil nahm den Syrer Tomás J. Farás in Haft, nachdem Ermittlungen den Verdacht erhärteten, dass er zahlreiche Kunden mit angeblichen Zaubertränken und Ritualen betrog. Farás soll unter anderem behauptet haben, körperliche und seelische Leiden heilen sowie Beziehungsprobleme lösen zu können.
Der Verdächtige lebt in El Roque und gab an, dort Schuhe zu verkaufen. Bei einer Durchsuchung seines Wohnsitzes fanden die Ermittler jedoch keine Ware, sondern diverse Gegenstände, die in spiritistischen Praktiken verwendet werden. Dazu zählen unter anderem zwei Püppchen für Flüche, Zweige mit grünen Mandeln, ein mit Nadel durchstochenes Stoffherz sowie Fotos von Frauen aus Telde.
Anwohner berichteten, dass häufig Frauen mit verschiedenen Gegenständen bei Farás ein- und ausgingen. Er hatte sich offenbar durch die Verbreitung seiner Heilversprechen einen Ruf als Kurandero erworben. Sein Angebot reichte von Heilbehandlungen bis hin zu Lösungen für Liebesprobleme, etwa wenn ein Partner eine Beziehung beenden wollte.
Die Ermittlungen begannen, nachdem örtliche Mediziner auf die Aktivitäten aufmerksam wurden und den Fall an den Präsidenten des Colegio Médico in Telde meldeten. Dieser informierte den zuständigen Richter Adán Hernández, der den Einsatz der Guardia Civil anordnete. Farás wurde in Untersuchungshaft genommen und befindet sich in der Haftanstalt von Telde. Sein Fall wird aktuell juristisch geprüft, der Verdächtige ist unterdessen von der Außenwelt abgeschnitten.
Neben den beschlagnahmten Gegenständen gibt es Hinweise auf einen mutmaßlichen Komplizen, der ebenfalls syrischer Herkunft ist und unter dem Namen Manuel Galindo bekannt sein soll. Die Ermittler prüfen weitere Verbindungen, um das Ausmaß des Betrugs und mögliche Helfer zu ermitteln.
Für die Bewohner und Besucher der Kanaren unterstreicht der Fall die Bedeutung, bei Angeboten spiritistischer Heilmethoden wachsam zu sein. Die Ermittlungen laufen weiter, um weitere Details zu klären und potenzielle Gefahren für die Öffentlichkeit zu minimieren.
Quelle: lavozdelamemoria.es
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