Britische Mutter zahlt Bußgeld für Urlaub mit Kindern auf den Kanaren während der Schulzeit in Inseln (Fallback Gran Ca…

Britische Mutter zahlt Bußgeld für Urlaub mit Kindern auf den Kanaren während der Schulzeit

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

16 Juli, 2026

Eine britische Mutter aus Exeter sorgte für erhebliches Aufsehen, als sie ihre vier Kinder für fünf Tage während des Schuljahres vom Unterricht befreite, um mit der Familie auf die Kanarischen Inseln zu reisen. Charlotte Crouch akzeptierte ein Bußgeld von 480 Pfund, da die Ersparnis durch den Urlaub in der Nebensaison die Strafe deutlich überstieg.

Die Reise fand im Juni 2023 statt. Die Familie wählte die Kanaren bewusst als Reiseziel, um die hohen Kosten der Hauptsaison zu umgehen. Charlotte Crouch kalkulierte, dass sie durch die Ferien während der Schulzeit rund 2.500 Pfund sparen konnte, was etwa 2.960 Euro entspricht. Nach Abzug des Bußgelds blieb eine Nettoersparnis von mehr als 2.300 Euro.

Im Vereinigten Königreich gelten strenge Vorschriften gegen Schulabsentismus. Das britische Bildungssystem sieht Bußgelder in Höhe von 80 Pfund pro Elternteil und fehlendem Kind vor, wenn keine medizinische Entschuldigung oder ein Ausnahmefall vorliegt. Schulen und Kommunen sind angewiesen, Urlaubsanträge während der Schulzeit nur in außergewöhnlichen Fällen zu genehmigen, wobei Familienferien nicht als solche gelten.

Charlotte Crouch begründete ihre Entscheidung damit, dass ihr Mann im landwirtschaftlichen Sektor arbeitet und die Familie deshalb im August kaum gemeinsam Urlaub machen kann. Sie betonte zudem den pädagogischen Wert der Reise: Ihre Kinder hätten in den Ferien Schwimmen gelernt, Delfine in freier Wildbahn beobachtet und verschiedene kulturelle Erfahrungen gesammelt. Sie versicherte, dass die Kinder während wichtiger Prüfungsphasen nicht vom Unterricht ferngeblieben seien.

Die Reaktion der Behörden fiel erwartungsgemäß aus. Der Council des Countys Devon verhängte die Geldstrafe und verwies auf die geltenden gesetzlichen Regelungen. Die Mutter hatte 21 Tage Zeit, das Bußgeld zu begleichen, andernfalls hätte sich die Strafe verdoppelt und ein gerichtliches Verfahren gedroht.

Der Fall hat in Großbritannien eine breite Debatte über das Verhältnis von Schulpflicht, finanziellen Zwängen und Familienurlaub ausgelöst. Viele Familien stehen vor der Herausforderung, Ferien erschwinglich zu gestalten, wenn sie an die offiziellen Schulferien gebunden sind. Gleichzeitig unterstreicht der Fall die Bedeutung der Kanarischen Inseln als bevorzugtes Reiseziel britischer Familien, die außerhalb der Hauptsaison reisen, um Kosten zu sparen.

Für Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren wirft der Vorfall Fragen zur Vereinbarkeit von Bildungspflichten und Urlaubsplanung auf. Die Kanaren profitieren wirtschaftlich von solchen Besucherströmen, die zum Teil bewusst die Schulzeit nutzen, um günstigere Angebote wahrzunehmen. Wie die Rechtslage in Deutschland oder auf den Kanaren zu Schulferien und Abwesenheiten während der Schulzeit im Vergleich aussieht, bleibt ein weiteres Thema für Betroffene.

Mit Blick auf die Zukunft ist offen, ob dieser Fall zu einer Überprüfung der strikten Regeln im Vereinigten Königreich führt. Für Familien mit begrenztem Budget ist die Nutzung der Nebensaison attraktiv, jedoch stehen sie vor der Herausforderung, schulrechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Die Kanaren bleiben somit ein wichtiger Faktor in der Diskussion um erschwingliche Ferien und Schulpflicht.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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