Der Gobierno de Canarias hat ab Mitternacht am Montag, 20. Juli 2026, die Pre-Alarmstufe wegen erwarteter starker Küstenphänomene für El Hierro, Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und La Graciosa ausgerufen. Diese Maßnahme gilt insbesondere für die Nord- und Ostküste von El Hierro, die Ost-, Süd- und Westküste Teneriffas und Gran Canarias sowie die Nordostküste von Lanzarote und La Graciosa.
Grund für die Warnung sind Böen aus Nordost mit Geschwindigkeiten zwischen 50 und 61 Stundenkilometern, was der Windstärke 7 auf der Beaufort-Skala entspricht. Besonders betroffen sind der südliche Kanal zwischen Teneriffa und Gran Canaria sowie das südöstliche Offshore-Gebiet von Gran Canaria. Die Wellenhöhen an den Küsten der betroffenen Inseln erreichen stellenweise bis zu 3,25 Meter, zum Beispiel an der Nordostküste von El Hierro. An den restlichen Nord- und Ostküsten El Hierros liegen die Wellen über zwei Meter. Auf Teneriffa und Gran Canaria werden an der Südostküste Teneriffas und der Westküste Gran Canarias Wellen von mehr als 2,5 Metern erwartet. Die Küsten Lanzarotes und La Graciosas sehen Wellen zwischen zwei und 2,5 Metern Höhe. Einzelne Wellen könnten sogar das Doppelte dieser Höhen erreichen.
Vor diesem Hintergrund wird die Bevölkerung – sowohl Einheimische als auch Urlauber und Auswanderer – dringend aufgefordert, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und die Hinweise zur Selbstschutzmaßnahmen der Dirección General de Emergencias zu beachten. Dazu gehören etwa das Meiden gefährlicher Küstenabschnitte, das Sichern von Gegenständen, die durch Wind und Wellen Schaden nehmen könnten, sowie erhöhte Aufmerksamkeit beim Aufenthalt in Hafennähe.
Die Ausrufung der Pre-Alarmstufe basiert auf den aktuellen meteorologischen Daten der Agencia Estatal de Meteorología. Sie erfolgt im Rahmen des kanarischen Notfallplans für meteorologische Risiken (PEFMA), der speziell auf die Sicherheit bei extremen Wetterereignissen an den Küsten ausgerichtet ist. Die Dauer der Warnung ist noch offen und wird je nach Wetterentwicklung angepasst. Die zuständigen Stellen beobachten die Lage kontinuierlich und informieren über weitere Maßnahmen.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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