Kanaren-Parlament lehnt Einstufung von Ferienwohnungen als ungefährlich ab – Wohnen (Ferienwohnung)

Kanaren-Parlament lehnt Einstufung von Ferienwohnungen als ungefährlich ab

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

23 Juli, 2026

Das kanarische Parlament hat einen Vorschlag abgelehnt, der Ferienwohnungen als „nicht gefährliche“ Tätigkeit einstufen wollte. Diese Entscheidung betrifft die Inseln Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro und bewahrt wichtige Sicherheits- und Umweltstandards für Einwohner und Urlauber. Die Hotelvereinigung Ashotel begrüßte die Ablehnung ausdrücklich, da sie die Sicherheit von Touristen und Bewohnern schützt und verhindert, dass Ferienwohnungen von Kontrollen etwa im Brandschutz ausgenommen werden.

Ashotel betont, dass die geplante Einstufung von Ferienwohnungen als ungefährlich bedeuten würde, dass diese Unterkünfte nicht mehr den bisherigen Sicherheitsüberprüfungen unterliegen müssten. Besonders problematisch sei dies, da mehr als 90 Prozent der von Ferienwohnungsbesitzern abgegebenen verantwortlichen Erklärungen nicht den Vorschriften entsprechen. Ohne die Einstufung als gefährliche Tätigkeit entfielen damit wichtige Kontrollen, etwa zur baulichen Sicherheit oder zum Brandschutz. Viele Ferienwohnungen befinden sich in Wohngebäuden, wodurch ein Brand oder andere Schäden nicht nur die Gäste, sondern auch die Nachbarn gefährden könnten.

Die Gesetzesänderung wäre Teil des neuen Sustainable Tourism Use Law (Gesetz 6/2025) gewesen, das den Umgang mit touristischen Nutzungen auf den Kanaren regelt. Die Einstufung als gefährliche Tätigkeit bedeutet, dass für Ferienwohnungen eine Genehmigung erforderlich ist, die unter anderem den Schutz von Gesundheit und Sicherheit sicherstellt. Ohne diese Genehmigung entfiele auch die Pflicht zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung, was im Schadensfall Risiken für Bewohner und Gäste erhöht.

Hinter dem abgelehnten Vorschlag standen mehrere politische Parteien, darunter PSOE, Nueva Canarias, VOX sowie die ASG, mit Unterstützung der Ferienwohnungsvereinigung Ascav. Ashotel kritisierte, dass die Initiative nicht die Sicherheit, sondern politische Interessen verfolge und die komplexe Lage der Kanaren im Bereich Tourismus und Umwelt nicht ausreichend berücksichtige. Die Verbandsvertreter machten deutlich, dass es nicht um die Größe der Betreiber gehe, sondern um die Einhaltung geltender Gesetze und Sicherheitsstandards.

Die Entscheidung schützt die Kanaren vor einer möglichen Zunahme unkontrollierter Ferienvermietungen, die nicht nur Bewohner, sondern auch Urlauber gefährden könnten. Für Einwohner und Touristen bedeutet dies, dass Ferienwohnungen weiterhin strengen Auflagen unterliegen, was die Sicherheit in den betroffenen Gebieten gewährleistet. Die Regelung gilt insbesondere für die Inseln Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro, auf denen Ashotel aktiv ist.

Die künftige Gesetzgebung bleibt offen für weitere Anpassungen, doch diese Entscheidung setzt einen klaren Rahmen für die Kontrolle von Ferienwohnungen. Für Urlauber und Bewohner ist damit eine verlässliche Sicherheitsgrundlage gegeben, die mögliche Gefahren durch unzureichend geprüfte Unterkünfte minimiert. Die Kanaren setzen damit ein deutliches Zeichen, dass Sicherheit und Umweltschutz bei der touristischen Entwicklung Vorrang haben.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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