Sommerpause auf den Kanaren vor harter politischer Auseinandersetzung im Herbst – Politik auf Kanaren (Parteien Kanaren)

Sommerpause auf den Kanaren vor harter politischer Auseinandersetzung im Herbst

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

2 August, 2026

Die kanarischen Parteien nutzen die Sommermonate, um politische Kräfte zu sammeln, bevor im Herbst eine schwierige Phase mit heftigen Debatten im Parlament erwartet wird. Im September beginnt die letzte Legislaturperiode vor den für 2027 geplanten allgemeinen Wahlen, die mit wichtigen Themen wie der autonomen Finanzierung der Kanaren und dem Staatshaushalt für 2027 verbunden sind. Diese Themen könnten zu Spannungen zwischen den politischen Gruppen führen, da die sonst typische kanarische Politik des Konsenses und Dialogs zunehmend von klaren Positionen und Rivalitäten abgelöst wird. Ein zentraler Punkt ist das geplante Kanaren-Dekret, das bis Ende August oder Anfang September im Ministerrat Spaniens behandelt werden soll. Es sieht vor, dass die Kanarischen Inseln in den kommenden drei Jahren bis zu 687 Millionen Euro aus Überschüssen und Finanzierungsexzessen nutzen können. Darüber hinaus beinhaltet das Dekret eine Verlängerung der IRPF-Deduktion von 60 Prozent für La Palma sowie eine zusätzliche Förderung von 100 Millionen Euro zur wirtschaftlichen und sozialen Erholung der Insel. Der kanarische Präsident Fernando Clavijo hat dieses Abkommen im Rahmen der Verhandlungen mit dem spanischen Finanzminister Arcadi España und dem Minister für territoriale Politik Ángel Víctor Torres geschlossen. Die regionale Regierung, eine Koalition aus CC und PP, unterstützt das neue Finanzierungsmodell unter der Bedingung, dass die wichtigsten Forderungen der Kanaren respektiert werden. Insbesondere soll der spezielle wirtschaftliche und steuerliche Status der Kanaren, der Régimen Económico y Fiscal (REF), ausdrücklich vom neuen Finanzierungssystem ausgenommen bleiben. So sollen zusätzlich 1,337 Milliarden Euro jährlich zur Stärkung öffentlicher Dienstleistungen in der Region bereitgestellt werden. Allerdings ist die Umsetzung des neuen Modells unsicher, da andere von der PP regierte Regionen es ablehnen, was bereits zu Verzögerungen bei der Sitzung des Rates für Finanz- und Fiskalpolitik geführt hat, die nun erst am 4. September stattfindet. Trotz der nationalen politischen Polarisierung zeigt die kanarische Politik eine Kooperationsbereitschaft, die in Spanien selten geworden ist. Die kanarischen PP-Partner stehen geschlossen hinter den erzielten Vereinbarungen, was ein Beispiel für pragmatisches Verhandeln und das Überwinden parteipolitischer Gräben ist. Auf den Kanaren wird damit ein Weg beschritten, der die Interessen der Bürger in den Vordergrund stellt und nicht nur die politische Konfrontation sucht. Ob sich diese konstruktive Haltung auch nach der Sommerpause halten lässt oder die bekannten Vorwahlkonflikte dominieren werden, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Die Entscheidungen im Herbst werden maßgeblich die finanzielle Ausstattung und die Entwicklung der Kanarischen Inseln in den kommenden Jahren bestimmen.

Quelle: laprovincia.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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