Das Hospital Universitario Doctor José Molina Orosa auf Lanzarote hat seine onkologische Abteilung seit 2022 deutlich verstärkt, um der wachsenden Zahl von Krebspatienten besser gerecht zu werden. Die Anzahl der Fachärzte für Onkologie wurde von fünf auf acht erhöht, ein Plus von 60 Prozent. Gleichzeitig wurde das Pflegepersonal ausgebaut: Der Bereich der Krankenpflege verzeichnete mehr als eine Verdopplung der Beratungen, von 546 im Jahr 2022 auf 1.119 im Jahr 2025. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Ausbaus, der auch die Aufnahme von drei zusätzlichen Pflegefachkräften und einem Techniker für pflegerische Hilfsdienste umfasst. Insgesamt besteht das multidisziplinäre Team nun aus acht Onkologen, 19 Pflegekräften und neun Pflegehilfskräften.
Die gestiegene Personalstärke ist eine Reaktion auf den deutlich gestiegenen Bedarf an onkologischer Versorgung auf der Insel. Zwischen 2022 und 2025 erhöhte sich die Zahl der stationär behandelten Patienten um 36 Prozent, von 220 auf 299, während die onkologischen Krankenhausaufenthalte um 38 Prozent zunahmen. Auch die ambulanten Behandlungen im Hospital de Día Oncológico, das für die Verabreichung von ambulanten Therapien unverzichtbar ist, stiegen im selben Zeitraum um 15 Prozent von 5.661 auf 6.470 durchgeführte Verfahren.
Die Pflegekräfte spielen eine zentrale Rolle bei der Begleitung der Patienten. Ihre Aufgaben umfassen die Überwachung der Therapieverläufe, Gesundheitsaufklärung, Ernährungsberatung, das Management von Nebenwirkungen sowie die psychosoziale Unterstützung. Die deutliche Zunahme der Pflegekonsultationen unterstreicht die Bedeutung dieser Betreuung für die Patientinnen und Patienten.
Neben der allgemeinen Onkologie hat sich auch die Abteilung für Strahlentherapie am Molina Orosa Krankenhaus weiter etabliert. Seit ihrer Gründung im Jahr 2023 konnten 2025 bereits 151 Patienten in Erstgesprächen betreut werden, es gab 2.549 Nachsorgetermine und 1.094 pflegerische Konsultationen. Insgesamt wurden 315 Patienten mit externer Strahlentherapie behandelt, die in 3.828 Sitzungen durchgeführt wurde. Die Ausweitung dieses Angebots ermöglicht es immer mehr Krebspatienten, ihre Behandlung vor Ort auf Lanzarote zu erhalten, ohne auf die Krankenhäuser der Nachbarinsel Gran Canaria angewiesen zu sein.
Die Leitung der Onkologie betont, dass die Vergrößerung des Teams die Reaktionsfähigkeit verbessert und eine individuellere Patientenbetreuung ermöglicht. Auch die Gesundheitsverwaltung auf Lanzarote sieht in der Verstärkung des Onkologie-Teams einen wichtigen Schritt, um die Versorgung der Bevölkerung in der Region zu sichern und qualitativ zu verbessern. Die Entwicklung zeigt, dass das Krankenhaus auf die steigenden Anforderungen der onkologischen Versorgung reagiert und gleichzeitig den Patienten längere Anfahrtswege erspart.
Für Betroffene auf Lanzarote bedeutet der Ausbau des Onkologie-Teams eine bessere Erreichbarkeit spezialisierter Leistungen und eine intensivere Betreuung während der Behandlung. Die kontinuierliche Erweiterung der Kapazitäten ist ein Zeichen für die zunehmende Bedeutung der Krebsversorgung auf der Insel und stellt sicher, dass Patienten zeitnah und umfassend versorgt werden können.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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