Demografischer Wandel auf den Kanaren: Weniger Erwerbstätige, mehr Senioren bis 2040 in Inselweit (Inseln Landkarte)

Demografischer Wandel auf den Kanaren: Weniger Erwerbstätige, mehr Senioren bis 2040

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

24 August, 2026

Die Kanarischen Inseln stehen in den kommenden zehn Jahren vor einem erheblichen demografischen Wandel, der den Arbeitsmarkt und das soziale Gefüge der Region nachhaltig beeinflussen wird. Zwischen 2030 und 2040 wird die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter von 16 bis 64 Jahren um rund 41.662 sinken. Gleichzeitig wird die Anzahl der Personen über 64 Jahre um etwa 182.821 zunehmen. Dieser Wandel stellt eine Herausforderung für die Wirtschaft und das soziale Sicherungssystem der Inseln dar.

Im Jahr 2033 wird die erwerbsfähige Bevölkerung auf den Kanaren mit rund 1.631.594 Personen ihren Höchststand erreichen. Danach ist ein Rückgang auf etwa 1.581.195 Erwerbstätige im Jahr 2040 zu erwarten, was einem Rückgang von 2,6 Prozent entspricht. Parallel dazu wächst die Gruppe der Senioren von etwa 496.522 im Jahr 2030 auf 679.344 im Jahr 2040, was einem Anstieg von fast 37 Prozent entspricht.

Diese Entwicklung führt dazu, dass die Basis für Beschäftigung, wirtschaftliche Aktivität und soziale Sicherung schrumpft. Der Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung ist vor allem auf das Ausscheiden großer Jahrgänge zurückzuführen, die in den 1960er und 1970er Jahren geboren wurden und nun in den Ruhestand gehen. Dabei bleibt unberücksichtigt, ob sich die tatsächliche Renteneintrittsalter verändert oder die Lebensarbeitszeit verlängert wird.

Die Kombination aus weniger Fachkräften und einer wachsenden Zahl älterer Menschen erhöht den Druck auf den Arbeitsmarkt und die Rentensysteme. Unternehmen werden es schwerer haben, offene Stellen zu besetzen und qualifiziertes Personal zu halten. Zudem steigt die finanzielle Belastung für die soziale Absicherung der älteren Bevölkerung.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist es notwendig, neue Fachkräfte zu gewinnen und gleichzeitig das Potenzial der vorhandenen Arbeitskräfte besser zu nutzen. Eine längere Verweildauer im Erwerbsleben sowie eine höhere Beteiligung bisher weniger aktiver Bevölkerungsgruppen könnten dazu beitragen, die Folgen abzumildern. Die demografische Entwicklung erfordert daher gezielte Maßnahmen, um die Beschäftigungschancen zu erhöhen und den Fachkräftemangel zu begrenzen.

Die Veränderungen auf den Kanaren sind Teil eines landesweiten Trends in Spanien, wo zwischen 2030 und 2050 die erwerbsfähige Bevölkerung um rund 1,8 Millionen Menschen schrumpfen wird, während die Zahl der über 64-Jährigen um 4,8 Millionen steigt. Die regionalen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die soziale Infrastruktur sind jedoch besonders ausgeprägt.

Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf diese Verschiebungen einstellen. Die Kanarischen Inseln müssen Strategien entwickeln, um den Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung auszugleichen und gleichzeitig die Versorgung sowie Integration der älteren Generation sicherzustellen. Die demografische Entwicklung ist ein zentraler Faktor für die Zukunftsfähigkeit der Region und erfordert konkrete und zeitnahe Reaktionen.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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