Kanaren schneiden im PISA-2025-Bericht unterdurchschnittlich ab in Ferien Schule (Schule)

Kanaren schneiden im PISA-2025-Bericht unterdurchschnittlich ab

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

8 September, 2026

Der am Dienstag veröffentlichte PISA-2025-Bericht der OECD zeigt, dass Schülerinnen und Schüler auf den Kanarischen Inseln in den zentralen Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften deutlich unter dem spanischen Durchschnitt liegen. Die Daten basieren auf Tests von fast 30.000 15-jährigen Schülern aus 956 Schulen in ganz Spanien. Auf den Kanaren ist ein stagnierendes Leistungsniveau in allen drei Kernkompetenzen zu beobachten. Besonders auffällig ist, dass 26 Prozent der kanarischen Schülerinnen und Schüler im Bereich Naturwissenschaften auf dem niedrigsten Kompetenzniveau eingestuft werden.

Im Bereich Leseverständnis erreichten die Schülerinnen und Schüler der Kanaren 445 Punkte, was unter dem spanischen Durchschnitt von 451 Punkten und 14 Punkte unter dem Durchschnitt der Europäischen Union liegt. In Mathematik wurden 442 Punkte erzielt, 15 Punkte weniger als im gesamten Land (457) und 21 Punkte weniger als der OECD- und EU-Durchschnitt (463). Im naturwissenschaftlichen Bereich, der in dieser PISA-Ausgabe besonders gewichtet wurde, liegen die Kanaren bei 469 Punkten, während der nationale Durchschnitt 477 Punkte beträgt. Die Verteilung der Leistungsniveaus zeigt eine große Zahl an Schülerinnen und Schülern mit geringen Kenntnissen, während exzellente Leistungen kaum vertreten sind.

Neu in der neunten PISA-Ausgabe ist die Bewertung der Fähigkeit zur computergestützten Problemlösung. Hier erreichten die kanarischen Schülerinnen und Schüler 488 Punkte. Obwohl dies besser ist als in einigen anderen Regionen wie Murcia oder Andalusien, bleibt das Ergebnis unter dem spanischen Durchschnitt von 499 Punkten und dem europäischen Mittelwert von 495 Punkten.

Spanien insgesamt verzeichnet die schlechtesten PISA-Ergebnisse seiner Geschichte in den getesteten Bereichen. Die durchschnittlichen Punktzahlen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften sind in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken – umgerechnet entspricht dies mehr als einem verlorenen Schuljahr. Die Leistungsunterschiede zwischen den autonomen Gemeinschaften sind erheblich: Während Regionen wie Madrid, Kastilien-León und Asturien über dem OECD-Durchschnitt liegen, gehören die Kanaren, Andalusien, die Valencianische Gemeinschaft und die autonomen Städte zu den Schlusslichtern.

Die OECD weist darauf hin, dass sinkende Lesekompetenzen das Lernen insgesamt erschweren. Das spanische Bildungsministerium führt den Rückgang nicht allein auf die jüngsten Bildungsreformen zurück, sondern verweist auch auf die zunehmende Vielfalt in den Klassenzimmern. Erwähnenswert ist zudem, dass die Daten Kataloniens aufgrund einer hohen Ausschlussquote von 23 Prozent nicht in den internationalen Vergleich aufgenommen wurden.

Für die Kanaren bedeutet dieser Bericht eine deutliche Herausforderung für das regionale Bildungssystem. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen, um die Bildungsleistungen zu verbessern und besonders den Anteil der Schülerinnen und Schüler mit niedrigen Kompetenzen zu verringern. Die Veröffentlichung des Berichts bietet eine wichtige Grundlage für zukünftige politische Entscheidungen und Bildungsprogramme auf den Inseln.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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