Die kanarische Regierung hat das Vergabeverfahren für den Bau von 45 öffentlich geförderten Wohnungen in Santa María de Guía auf Gran Canaria eingeleitet. Das Projekt hat einen geschätzten Auftragswert von rund 9,82 Millionen Euro und soll zusätzlichen bezahlbaren Mietwohnraum schaffen.
Neben den Wohnungen sind 45 Garagenstellplätze vorgesehen. Das Bauvorhaben gehört zu einem größeren Wohnungsbauprogramm, das insgesamt 126 öffentlich geförderte Wohnungen an verschiedenen Standorten auf Gran Canaria umfasst.
Für Wohnungssuchende ist allerdings wichtig: Die Bauarbeiten haben noch nicht begonnen. Auch ein Termin für die Fertigstellung oder die Vergabe der Wohnungen wurde bislang nicht bekannt gegeben.
Das Wichtigste in Kürze
- Standort: Santa María de Guía im Norden Gran Canarias
- Geplant sind 45 öffentlich geförderte Mietwohnungen und 45 Garagenstellplätze.
- Geschätzter Auftragswert: 9.818.544,34 Euro
- Das Bauprojekt wird im Dringlichkeitsverfahren ausgeschrieben.
- Die Finanzierung erfolgt unter anderem über europäische Fördermittel.
- Insgesamt umfasst das Wohnungsbauprogramm 126 Wohnungen auf Gran Canaria.
- Ein Termin für den Einzug oder die Bewerbung wurde noch nicht veröffentlicht.
Wo entstehen die neuen Sozialwohnungen?
Die geplanten Wohnungen sollen im Baugebiet Pineda in Santa María de Guía entstehen.
Der genaue Standort befindet sich auf Grundstück 7 im zweiten Abschnitt des Baugebiets an der Calle Sancho de Vargas.
Vorgesehen ist der Bau von 45 öffentlich geförderten Wohnungen sowie 45 Garagenstellplätzen.
Die Wohnungen sollen den Bestand an erschwinglichem Mietwohnraum auf Gran Canaria erweitern.
Angaben zur Wohnungsgröße, zur Anzahl der Zimmer oder zur Ausstattung der einzelnen Wohnungen enthält die bisherige Regierungsmitteilung nicht.
Was bedeutet das für Wohnungssuchende?
Für Menschen, die auf Gran Canaria eine bezahlbare Mietwohnung suchen, ist das Projekt grundsätzlich eine positive Nachricht.
Allerdings handelt es sich zunächst um die Einleitung eines Vergabeverfahrens. Bis zur tatsächlichen Bereitstellung der Wohnungen sind weitere Schritte erforderlich.
Dazu gehören die Vergabe der Bauarbeiten, die Durchführung des Bauprojekts und die spätere Organisation der Wohnungsvergabe.
Wichtig für Interessenten: Derzeit wurde noch kein konkreter Bewerbungszeitraum für die 45 Wohnungen veröffentlicht.
Auch die Höhe der späteren Mieten steht noch nicht fest.
Wer sich für eine öffentlich geförderte Wohnung interessiert, sollte deshalb die Veröffentlichungen des Instituto Canario de la Vivienda (ICAVI) verfolgen.
Wer kann eine Sozialwohnung auf den Kanaren bekommen?
Öffentlich geförderte Wohnungen sind grundsätzlich für Haushalte vorgesehen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Welche Bedingungen gelten, hängt vom jeweiligen Förderprogramm und der Art der Wohnungsvergabe ab.
Eine Rolle können beispielsweise das Haushaltseinkommen, die Wohnsituation und die Eintragung in das zuständige Register für Wohnungssuchende spielen.
Auf den Kanaren gibt es hierfür das Registro Público de Demandantes de Vivienda Protegida de Canarias.
Die Eintragung in dieses Register ist bei entsprechenden Vergabeverfahren ein wichtiger Schritt.
Allerdings bedeutet eine Registrierung nicht automatisch, dass ein Anspruch auf eine bestimmte Wohnung besteht.
Für die 45 Wohnungen in Santa María de Guía wurden bislang keine projektspezifischen Vergabebedingungen veröffentlicht.
Interessenten sollten daher prüfen, ob sie die allgemeinen Voraussetzungen erfüllen und welche zusätzlichen Bedingungen bei der späteren Ausschreibung gelten.
Wie hoch werden die Mieten sein?
Die kanarische Regierung hat bislang keine konkreten Mietpreise für die geplanten Wohnungen genannt.
Das Projekt wird im Rahmen eines Förderprogramms für Sozialwohnungen und erschwinglichen Mietwohnraum umgesetzt.
Ziel ist es, Wohnungen zu schaffen, deren Mieten unter den üblichen Marktbedingungen liegen beziehungsweise nach den jeweiligen Fördervorgaben begrenzt werden.
Welche Mietobergrenzen für die Wohnungen in Santa María de Guía gelten werden, ist derzeit noch nicht bekannt.
Auch mögliche Einkommensgrenzen für zukünftige Mieter wurden in der aktuellen Projektmeldung nicht konkretisiert.
Insgesamt 126 Sozialwohnungen auf Gran Canaria geplant
Die 45 Wohnungen in Santa María de Guía sind Teil eines größeren Bauprogramms der kanarischen Regierung.
Insgesamt sollen 126 öffentlich geförderte Wohnungen an fünf Standorten auf Gran Canaria entstehen.
Die geplanten Projekte verteilen sich wie folgt:
| Gemeinde | Standort | Wohnungen |
|---|---|---|
| Santa María de Guía | Calle Sancho de Vargas | 45 |
| Gáldar | Erstes Bauvorhaben | 26 |
| Gáldar | Zweites Bauvorhaben | 26 |
| Santa Lucía de Tirajana | Casa Pastores | 21 |
| Santa Lucía de Tirajana | Calle Severo Ochoa | 8 |
| Gesamt | 126 |
Für alle fünf Bauvorhaben zusammen nennt die Regierung einen geschätzten Auftragswert von rund 26,26 Millionen Euro ohne IGIC.
Die Projekte werden gemeinsam im Rahmen eines Vergabeverfahrens behandelt.
Finanzierung durch kanarische und europäische Mittel
Die Finanzierung erfolgt über mehrere öffentliche Einrichtungen und Förderprogramme.
Beteiligt sind das Instituto Canario de la Vivienda, das Wohnungsbaukonsortium von Gran Canaria sowie Mittel aus dem spanischen Wiederaufbauplan.
Hinzu kommen europäische Fördermittel aus dem Programm Next Generation EU.
Das Projekt gehört zum Programm 6 des spanischen Plans für Wiederaufbau, Transformation und Resilienz.
Dieses Programm unterstützt den Bau energieeffizienter Gebäude, die für Sozialwohnungen oder erschwingliche Mietangebote vorgesehen sind.
Neben der Schaffung zusätzlichen Wohnraums spielt deshalb auch die Energieeffizienz der Gebäude eine wichtige Rolle.
Wann können die ersten Mieter einziehen?
Ein konkreter Fertigstellungstermin wurde bislang nicht veröffentlicht.
Die Regierung hat zunächst das Verwaltungsverfahren für die Vergabe der Bauarbeiten eingeleitet.
Das angekündigte Dringlichkeitsverfahren soll die Bearbeitung beschleunigen.
Es bedeutet allerdings nicht, dass die Bauarbeiten bereits begonnen haben oder die Wohnungen kurzfristig bezugsfertig sein werden.
Wann die ersten Wohnungen tatsächlich vergeben werden können, hängt unter anderem vom weiteren Vergabeverfahren und vom Baufortschritt ab.
Unsere Einordnung: Neue Wohnungen helfen erst nach ihrer Fertigstellung
Der geplante Bau von 45 Sozialwohnungen ist ein weiterer Schritt zur Erweiterung des öffentlich geförderten Wohnungsangebots auf Gran Canaria.
Besonders wichtig ist dabei, dass die Wohnungen für die langfristige Vermietung zu sozialen beziehungsweise erschwinglichen Bedingungen vorgesehen sind.
Für Menschen, die aktuell dringend eine Wohnung suchen, bietet die Ankündigung allerdings noch keine unmittelbare Lösung.
Entscheidend wird sein, wie schnell die Bauarbeiten vergeben und abgeschlossen werden können.
Ebenso wichtig sind die späteren Vergabebedingungen: Erst wenn Einkommensgrenzen, Mietpreise und Bewerbungsfristen feststehen, können Wohnungssuchende beurteilen, ob das Angebot für sie infrage kommt.
Die Ankündigung ist deshalb ein positives Signal für den sozialen Wohnungsbau. Ob und wann sie die Situation auf dem örtlichen Mietmarkt spürbar verbessert, bleibt abzuwarten.
Auch interessant: Bau von 21 Sozialwohnungen in Santa Lucía de Tirajana gestartet, Kanaren erhöhen Anteil für sozialen Wohnungsbau auf 40 Prozent, Kanaren investieren 34,6 Millionen Euro in neue Ausbildungsprogramme
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
Zum Original
