Die geologische Ruhe unter Teneriffa wurde am vergangenen Wochenende durch eine Reihe von seismischen Aktivitäten gestört. Der Instituto Geográfico Nacional (IGN) hat die Registrierung intensiver sismo-vulkanischer Bewegungen in den Regionen Izaña und im westlichen Bereich der Las Cañadas del Teide bestätigt. Diese Aktivitäten begannen am Samstag mit einer Serie von 16 Erdbeben, von denen elf präzise lokalisiert werden konnten. Die Erschütterungen hatten eine Tiefe von 3 bis 10 Kilometern und bewegten sich zwischen 1 und 1,9 auf der Richterskala.
Am Montagmorgen wurden zwischen 00:10 und 00:30 Uhr zwei pulsierende Bewegungen von niedriger Frequenz sowie mehrere hybride seismische Ereignisse registriert. Insgesamt wurden in nur zwanzig Minuten 38 Ereignisse unter dem westlichen Bereich der Las Cañadas festgestellt. Diese Bewegungen wurden als ‚Long Period‘-Ereignisse klassifiziert, ähnlich denen, die im Februar und März dieses Jahres beobachtet wurden, jedoch mit geringerer Dauer und Intensität. Nur drei dieser Ereignisse konnten manuell in Tiefen von 12 bis 13 Kilometern lokalisiert werden.
Trotz der Besorgnis über diese Entwicklungen hat der IGN klargestellt, dass die aktuelle seismische Aktivität das Risiko eines kurzfristigen Ausbruchs nicht erhöht. Die Erdbeben waren für die Bevölkerung nicht spürbar, was auf ihre geringe Magnitude und die große Tiefe zurückzuführen ist. Wissenschaftler betonen, dass die derzeitigen Daten vorläufig sind und eine detailliertere Analyse möglicherweise zu einer höheren Anzahl registrierter Ereignisse führen könnte.
Die Überwachung des Teide erfolgt kontinuierlich, und der IGN bleibt wachsam, um mögliche Veränderungen im seismischen Muster zu erkennen. Bislang wurden jedoch keine signifikanten Abweichungen festgestellt.
Quelle: dariodeavisos
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