Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff ‚HV Hondius‘ müssen 14 spanische Staatsbürger in Quarantäne. Pedro Gullón, Direktor für öffentliche Gesundheit im spanischen Gesundheitsministerium, kündigte an, dass ein technisches und rechtliches Gutachten zu den Quarantänebedingungen erstellt wird. Die Betroffenen werden im Hospital Central de la Defensa Gómez Ulla in Madrid untergebracht.
Gullón betonte, dass bereits Kontakt zu einigen Passagieren aufgenommen wurde, um sie über die Situation zu informieren. Die Quarantänezeit wird in Abhängigkeit vom letzten Kontakt mit dem Virus festgelegt, um die öffentliche Gesundheit nicht unnötig zu gefährden. Derzeit wird auch der Protokollablauf in Zusammenarbeit mit den autonomen Gemeinschaften finalisiert.
Die Entscheidung, das Schiff nicht im Hafen anlegen zu lassen, wurde getroffen, um mögliche gesundheitliche Risiken zu minimieren. Gullón stellte klar, dass die Gesundheitsgefahr als sehr gering eingeschätzt wird. Logistische Aspekte könnten sich jedoch durch das Ankern des Schiffs ändern, da nur eine begrenzte Anzahl von Passagieren gleichzeitig an Land gehen kann.
Die genauen Maßnahmen zur Desinfektion des Schiffs sind noch nicht festgelegt. Gespräche mit den Behörden der Kanarischen Inseln laufen. Gullón äußerte die Hoffnung, dass alle Passagiere symptomfrei bleiben und direkt zu ihren Heimatländern zurückkehren können. Bei symptomatischen Fällen wird eine differenzierte Vorgehensweise je nach Schwere der Symptome erforderlich sein.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
Zum Original