Kanaren erhalten über 10 Millionen Euro zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen – Behörden (Gobierno Canarias)

Kanaren erhalten über 10 Millionen Euro zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

16 April, 2026

Die Regierung der Kanarischen Inseln wird in diesem Jahr 10.204.378,15 Euro aus dem Staatshaushalt erhalten, um Programme zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen zu finanzieren. Diese Mittel stammen aus dem Pakt des Staates gegen Gewalt an Frauen und wurden während der Konferenz zur Gleichstellung genehmigt, an der die Ministerin für Soziale Wohlfahrt, Candelaria Delgado, teilnahm. Insgesamt stehen den autonomen Gemeinschaften 160 Millionen Euro zur Verfügung, die auf verschiedene Programme verteilt werden.

Für die Kanaren ist diese finanzielle Unterstützung besonders wichtig. Die Region hat in den letzten Jahren eine alarmierende Zunahme von Gewalt gegen Frauen erlebt. Aktuelle Statistiken zeigen, dass es in der Region 6.532 aktive Fälle von Frauen gibt, die durch ihre Partner bedroht werden. Diese Zahl ist nicht nur eine Statistik, sie steht für das Leiden vieler Frauen, die oft in einem Teufelskreis von Angst und Abhängigkeit gefangen sind. Viele dieser Frauen sind auch Mütter, was die Dringlichkeit der Situation noch verstärkt. Delgado betonte, dass die Hälfte der betroffenen Frauen auch für Kinder verantwortlich ist, was die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen und Unterstützungsangeboten umso dringlicher macht.

Von den bereitgestellten Mitteln erhält die Region 9.236.454,63 Euro aus dem Pakt, die im vergangenen Jahr in 50 Projekte investiert wurden. Diese Projekte sind vielfältig und decken wichtige Bereiche wie Integration, Justiz, Jugend und Bildung ab. Sie zielen darauf ab, nicht nur akute Hilfe zu leisten, sondern auch langfristige Lösungen zu entwickeln, um Gewalt an Frauen zu verhindern. Ein zusätzlicher Anteil von 4 % wurde aufgrund der besonderen Gegebenheiten der Inseln reserviert. Diese Maßnahme ist ein Zeichen der Anerkennung, dass die Situation auf den Kanaren eigene Herausforderungen mit sich bringt, die es zu bewältigen gilt.

Zusätzlich fließen 8,5 Millionen Euro in die soziale Unterstützung von Frauen und Kindern, wobei 396.809,91 Euro speziell für Minderjährige vorgesehen sind. Diese Mittel werden unter anderem für Beratungsangebote, Notunterkünfte und Schulungsprogramme verwendet. Sie sind ein wichtiger Schritt, um den Betroffenen eine Stimme zu geben und ihnen die Möglichkeit zu bieten, aus ihrer Situation auszubrechen.

Für die deutschsprachige Gemeinschaft auf den Kanaren hat diese Entwicklung eine besondere Bedeutung. Viele Deutsche leben dauerhaft oder temporär auf den Inseln und sind Teil der Gesellschaft. Die Sensibilisierung für das Thema Gewalt gegen Frauen ist auch hier von großer Wichtigkeit. Die Programme, die durch die neuen Mittel gefördert werden, sind nicht nur für spanische Frauen relevant, sondern können auch für Migrantinnen und Frauen aus verschiedenen Kulturen von Bedeutung sein.

Die Verteilung der Mittel berücksichtigt verschiedene Faktoren, darunter die Anzahl der registrierten Frauen, das Alter, die Herkunft und die Beschäftigungssituation. Dies zeigt, dass die Regierung bemüht ist, eine differenzierte und gerechte Unterstützung zu gewährleisten. Es ist zu hoffen, dass diese Maßnahmen nicht nur kurzfristige Hilfe bieten, sondern auch zu einem kulturellen Wandel beitragen, der Gewalt gegen Frauen langfristig eindämmt. In einer Zeit, in der das Thema Gleichstellung und Gewaltprävention immer mehr in den Fokus rückt, sind solche finanziellen Mittel ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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