Masca: Bewohner kämpfen gegen Missstände und touristische Überlastung auf Teneriffa (Masca)

Masca: Bewohner kämpfen gegen Missstände und touristische Überlastung

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Geschrieben von Thomas John - Kanaren Nachrichten Redaktion

19 April, 2026

Der Ort Masca, gelegen in Buenavista del Norte, steht vor erheblichen Herausforderungen. Trotz seiner Position als zweitbeliebtestes Naturziel auf Teneriffa leiden die Anwohner unter gravierenden Mängeln an Infrastruktur und Dienstleistungen. Die Straßen sind in einem schlechten Zustand, und es mangelt an grundlegenden sanitären Einrichtungen in den umliegenden Gebieten wie La Vica und El Turrón. Die unzureichende Parkplatzsituation wird durch den Ansturm von Touristen noch verschärft, was das tägliche Leben der Einwohner erheblich erschwert.

Javier Díaz, der Sekretär der Nachbarschaftsvereinigung Barranco de Masca, kritisiert die Vernachlässigung durch die Behörden und hebt hervor, dass besonders gefährliche Stellen, wie der Weg zur Plaza, bei Nässe zu einem Risiko für Autofahrer werden. Die Anwohner sind gezwungen, ihre Fahrzeuge oft weit entfernt abzustellen, da die Parkplätze überfüllt sind. Um dem entgegenzuwirken, haben einige Bewohner sogar Land für Parkplätze zur Verfügung gestellt, aber die Umsetzung bleibt aus.

Die öffentliche Verkehrsanbindung ist ebenfalls unzureichend. Die Buslinie der öffentlichen Gesellschaft TITSA bringt Fahrgäste nur bis zur Einfahrt von Masca, was die Erreichbarkeit für viele Einwohner, insbesondere in den entlegeneren Gebieten, erschwert. Die Anwohner fordern eine Verbesserung des Busservices, um den Zugang zum Dorf zu erleichtern und den Autoverkehr zu reduzieren.

Laut dem Nationalen Statistikinstitut lebten am 1. Januar 2024 nur 93 Menschen in Masca, mit einer alarmierenden Altersdurchschnitt von 60 Jahren. Diese demografische Entwicklung ist das Ergebnis einer stagnierenden Bevölkerung, die durch bürokratische Hürden und strenge Bauvorschriften weiter verschärft wird. Die Anwohner fordern eine Überprüfung der bestehenden Regelungen, um die Ansiedlung junger Familien zu fördern und die Lebensqualität zu verbessern.

Die Bewohner von Masca fühlen sich zunehmend als Bürger zweiter Klasse, da ihre Bedürfnisse in der politischen Agenda oft hinter den touristischen Interessen zurückstehen. Sie sind besorgt über die Entwicklung ihrer Heimat, die sich zunehmend in eine touristische Attraktion verwandelt, ohne dass die Lebensbedingungen vor Ort ausreichend berücksichtigt werden.

Quelle: dariodeavisos
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und mit Unterstützung von KI-Technologie (OpenAI) sinngemäß aus spanischen Quellen zusammengefasst.

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