Die kanarische Regierung stellt 5 Millionen Euro bereit, um 58 Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern bei der Sanierung von Wohnraum zu unterstützen. Das Programm zielt darauf ab, die Lebensbedingungen in ländlichen Gebieten zu verbessern und der Abwanderung der Bevölkerung entgegenzuwirken. Die Anträge können ab sofort bis zum 15. Juni eingereicht werden.
Die Initiative wird vom Instituto Canario de la Vivienda (ICAVI) in Zusammenarbeit mit der Federación Canaria de Municipios (Fecam) umgesetzt. Die Fördermittel sollen gezielt in die Renovierung von Wohngebäuden, die Verbesserung der Zugänglichkeit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie in Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz fließen. Damit will die Regierung die Attraktivität ländlicher Regionen erhöhen und die Ansiedlung der Bevölkerung fördern.
Die Verteilung der Mittel erfolgt anhand festgelegter Kriterien. 50 Prozent der Gelder orientieren sich an der Bevölkerungszahl der Gemeinden, 30 Prozent an der Anzahl der registrierten Wohnungssuchenden und 20 Prozent an einem Solidaritätsprinzip zwischen den Gemeinden. Die betroffenen Kommunen sind für die Beantragung und Verwaltung der Fördermittel verantwortlich, was eine direkte Umsetzung vor Ort ermöglicht.
Im Einzelnen können die Gemeinden verschiedene Maßnahmen umsetzen. Dazu gehören die Sanierung von Einfamilienhäusern sowie von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Auch die Installation von Smart-Home-Systemen zur Förderung der Selbstständigkeit und Anpassungsmaßnahmen für Menschen mit Behinderungen sind Teil des Programms. Zudem sind Renovierungen in Küchen, Bädern und Toiletten vorgesehen, um grundlegende Wohnstandards zu gewährleisten.
Die Verteilung der Fördermittel zeigt, dass Tenerife mit 17 begünstigten Gemeinden an der Spitze steht, gefolgt von La Palma (13), Gran Canaria (12), La Gomera (6), Lanzarote (4) sowie Fuerteventura und El Hierro mit jeweils 3 Gemeinden. In Tenerife erhalten unter anderem Santa Úrsula, El Rosario und Santiago del Teide signifikante Beträge für ihre Projekte. Auf Gran Canaria profitieren Gemeinden wie Santa Brígida und Santa María de Guía von den Fördermitteln. Auch auf Lanzarote und Fuerteventura sind die Hilfen für die dortigen Gemeinden von Bedeutung, um die Lebensqualität zu erhöhen.
Diese Maßnahmen sind Teil der langfristigen Strategie der kanarischen Regierung, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Bevölkerung in ländlichen Gebieten zu halten und die Wohnsituation nachhaltig zu verbessern. Mit dieser Initiative wird nicht nur die Wohnqualität gesteigert, sondern auch ein Beitrag zur regionalen Kohäsion geleistet, indem die Lebensbedingungen in weniger besiedelten Gebieten des Archipels optimiert werden. Die Unterstützung der Gemeinden wird als entscheidend angesehen, um der Abwanderung entgegenzuwirken und eine nachhaltige Entwicklung der ländlichen Räume zu fördern.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
Zum Original