Die Kanarischen Inseln spüren die wirtschaftlichen Folgen der anhaltenden Unruhen im Iran. Im April stiegen die Preise um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat, was den größten monatlichen Anstieg in Spanien darstellt, gemeinsam mit Navarra. Die Inflation auf den Inseln bleibt somit bei 3 Prozent, wie die aktuellen Daten des Instituto Nacional de Estadística (INE) zeigen.
Die geopolitischen Spannungen im Iran haben die globale Wirtschaft destabilisiert, insbesondere durch die Auswirkungen auf den strategisch wichtigen Hormussee. Dort verläuft eine der Hauptverkehrsrouten für den internationalen Öltransport, über die fast ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs abgewickelt wird. Dieser Anstieg der Energiepreise hat direkte Auswirkungen auf die Produktionskosten und damit auch auf die Preise für Lebensmittel, Transport und Kleidung auf den Kanaren. Die Einwohner müssen sich auf eine spürbare Belastung ihrer Haushaltsbudgets einstellen.
Die geografische Abgeschiedenheit der Kanarischen Inseln von der spanischen Halbinsel verstärkt die Auswirkungen der Inflation zusätzlich. Die höheren Logistikkosten für den Transport von Waren in die Inselregion führen dazu, dass die Preissteigerungen hier stärker wahrnehmbar sind als im restlichen Spanien. Dies könnte für viele Familien auf den Kanaren eine ernsthafte Herausforderung darstellen, insbesondere für die, die bereits mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen hatten.
Für Urlauber und Auswanderer könnte diese Entwicklung ebenfalls von Bedeutung sein. Höhere Lebenshaltungskosten könnten sich auf die Preisgestaltung in der Gastronomie und im Einzelhandel auswirken. Wer plant, die Kanaren zu besuchen oder dort zu leben, sollte die aktuelle wirtschaftliche Lage im Auge behalten und möglicherweise mit steigenden Preisen rechnen.
Quelle: laprovincia.es
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