Die Zahl der Phylloxera-Fälle auf Teneriffa hat sich erhöht. Von 89 Fällen, die im März gezählt wurden, stieg die Zahl auf 93, nachdem vier neue Fälle in dem bereits betroffenen Gebiet der Insel bestätigt wurden. Diese Informationen stammen von der Plattform filoxera.es, die die Überwachung und Zählung dieser Schädlinge auf den Kanarischen Inseln zentralisiert. Bisher wurden positive Fälle ausschließlich auf Teneriffa registriert.
Die vier neuen Fälle befinden sich entlang der Achse Valle Guerra-Tacoronte-Tegueste-Tejina. Die zuständigen Stellen, darunter das Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei und Ernährungssouveränität der Kanarischen Inseln, haben gegenüber Atlántico Hoy bestätigt, dass alle betroffenen Reben zuvor mit Insektiziden behandelt wurden, bevor sie entfernt wurden. Bisher wurden auf den Kanarischen Inseln insgesamt 8.505 Untersuchungen durchgeführt, von denen 8.412 Standorte als phylloxerafrei identifiziert wurden. Dies entspricht 98,9% der insgesamt geprüften Flächen.
Auf Teneriffa haben die Regierung der Kanarischen Inseln und das Cabildo 7.545 Untersuchungen durchgeführt, die 7.452 negative Ergebnisse und 93 positive Fälle ergaben. Trotz der steigenden Fallzahlen betont die regionale Regierung, dass die Situation unter Kontrolle bleibt. In einer Sitzung des Parlaments der Kanarischen Inseln erklärte der zuständige Minister Narvay Quintero, dass die Phylloxera „lokalisiert, kontrolliert und bis heute vollständig eliminiert“ sei. Diese Aussagen basieren auf den genehmigten Maßnahmen und den „radikalen“ Schritten, die zur Eindämmung des Schädlings ergriffen wurden.
Um die Zukunft der kanarischen Weinbauern zu sichern, hat die Regierung zudem eine Reihe von Versuchen mit phylloxera-resistenten Rebenwurzelstöcken initiiert. Diese sollen die Anpassungsfähigkeit der Weinreben an Herausforderungen wie Dürre oder alternde Pflanzen verbessern. Einige dieser Versuche finden bereits auf einem Grundstück der Weinfirma Vinos en Tándem in Los Baldíos, Teneriffa, statt. Diese Initiative ist Teil der regionalen Strategie zur Schädlingsbekämpfung und -ausrottung und wurde kürzlich von einem regionalen Minister besucht.
Das Projekt untersucht das Verhalten verschiedener Rebenwurzelstöcke, auf die traditionelle kanarische Sorten gepfropft werden sollen. Ziel ist es, sowohl die Resistenz gegen Phylloxera als auch die Anpassungsfähigkeit an die klimatischen, biologischen und bodenbezogenen Bedingungen des Archipels zu analysieren. Die Versuche werden in Betrieben durchgeführt, die mit allen geschützten Ursprungsbezeichnungen für Weine auf den Kanarischen Inseln verbunden sind. Dies betrifft unter anderem Teneriffa, La Palma, La Gomera, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura. Durch diese umfassenden Studien sollen repräsentative Daten aus den unterschiedlichen landwirtschaftlichen Realitäten des Archipels gewonnen werden.
Quelle: tenerifeweekly.com
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