Die Flagge der Kanaren: Geschichte und Bedeutung der Farben – Behörden (Kanarenflagge)

Die Flagge der Kanaren: Geschichte und Bedeutung der Farben

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

31 Mai, 2026

Die Flagge der Kanarischen Inseln, ein Symbol der Identität des Archipels, hat eine faszinierende Geschichte, die sich über Jahrhunderte erstreckt. Ihre drei Farben – Weiß, Blau und Gelb – sind mehr als nur ästhetische Entscheidungen; sie spiegeln die politische, soziale und territoriale Evolution der Inseln wider. Der Ursprung der heutigen Flagge reicht bis ins Jahr 1561 zurück, als das erste offizielle Banner, das Estandarte Real de las Islas Canarias, eingeführt wurde. Dieses bestand aus Tafetán in den Farben Weiß, Blau und Gelb und war mit einer roten Kreuz versehen.

Im Laufe der Zeit entwickelten sich die Flaggen weiter. 1845 gab es die Flagge der Provinz Marítima de Canarias, die durch eine weiße San-Andrés-Kreuz auf blauem Grund gekennzeichnet war. Der entscheidende Schritt zur heutigen Flagge erfolgte 1927 mit der Einführung einer Variante, die sieben weiße Sterne auf blauem Hintergrund zeigte, die die geographische Lage der einzelnen Inseln darstellten. Diese Entwicklung war Teil eines breiteren gesellschaftlichen Wandels, der in den 1960er Jahren an Fahrt gewann, als verschiedene gesellschaftliche Bewegungen eine einheitliche Flagge forderten.

Die heutige Flagge wurde 1982 offiziell anerkannt und zeigt die Farben der beiden Hauptprovinzen: der weiße und blaue Teil repräsentiert die Provinz Santa Cruz de Tenerife, während das Gelb die Provinz Las Palmas symbolisiert. Diese vertikale Anordnung ist nicht zufällig; sie folgt einer klaren geographischen Logik. Der weiße Streifen steht für den Westen, der gelbe für den Osten, und der blaue Streifen in der Mitte verbindet beide Provinzen. Neben der offiziellen Flagge gibt es auch eine nicht offizielle Variante, die mit sieben grünen Sternen in einem Kreis versehen ist. Diese wurde von regionalistischen und nationalistischen Gruppen übernommen und hat eine eigene geschichtliche Bedeutung.

Die Implementierung und Standardisierung dieser Farben war jedoch nicht ohne Herausforderungen. Über viele Jahre hinweg verwendeten öffentliche Einrichtungen Flaggen in unterschiedlichen Blautönen, da es keinen einheitlichen Farbstandard gab. Diese Problematik wurde mit der Einführung des Handbuchs zur Corporate Identity der Kanarischen Regierung behoben, das die genauen Farbcodes festlegte, um eine einheitliche Darstellung zu gewährleisten.

Ein weiterer interessanter Aspekt der Flagge sind die zwei Hunde, die das offizielle Wappen flankieren. Diese Darstellung, inspiriert von der Arbeit des Historikers José de Viera y Clavijo aus dem Jahr 1772, war lange Zeit umstritten. Der Konflikt drehte sich hauptsächlich um das Halsband der Hunde, das als Symbol für Unterwerfung und Dominanz angesehen wurde und schließlich 2005 aus dem Wappen entfernt wurde.

Der Ursprung des Namens „Kanaren“ selbst bleibt ebenfalls umstritten. Während einige Historiker glauben, dass er vom lateinischen Wort „canis“ (Hund) abgeleitet ist, argumentieren andere, dass die ersten Entdecker tatsächlich von Seelöwen oder Mönchsrobben berichteten, die sie als „canis marinus“ bezeichneten. Eine dritte Theorie verbindet den Namen mit den Canarii, einer berberischen Volksgruppe, die in Nordafrika lebte und zu den ersten Siedlern der Inseln gehörte. Die Flagge der Kanarischen Inseln ist somit nicht nur ein nationales Symbol, sondern auch ein Zeugnis ihrer reichen und komplexen Geschichte.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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